Abteilung Fußball, A- bis G-Junioren:
SG Auerbach (SV 08 Auerbach + ASV Michelfeld).
Siehe Facebook-Seite im Internet.
Spielpläne A-, B1-, B2-, D1-, D2-, E-, F- und G-Junioren in der Herbstrunde 2020: Siehe bfv.de. [G-Junioren: Nur Turniere].


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Jahr 2021: 75 Jahre ASV Michelfeld.
Gründungstag: 19.03.1946 durch 23 Mitglieder.
Wegen der Corona-Pandemie wurden die konkreten Planungen zu einzelnen Fest-Veranstaltungen (zum Beispiel Kommersabend) vorerst zurückgestellt.

# Sa., 26.06., 20 Uhr.: Open Air mit den "Gseea Wepsn" am ASV-Sportgelände in der Langgräfe (am letzten Juni-Wochenende findet normalerweise die traditionelle ASV-Sportplatzkirwa statt). Musik-Quartett aus Kleingesee (Marktgemeinde Gößweinstein), Speichersdorf und Neustadt/am Kulm.
# Fr., 19.11., 20 Uhr, Saal Pfarrzentrum St. Otto, Michelfeld: Kultur-Event mit Couplet-AG aus München (Musikkabarett-Quartett, u.a. mit Jürgen Kirner, bekannt u.a. als TV-Moderator der BR-Sendung "Brettl Spitzen").
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Anmeldung/Meldung der gelaufenden Laufstrecke und Laufzeit: -> Hier geht´s direkt zum Link: - > https://forms.gle/bZsRikRFt67rmerH9

Ausschreibung: Als pdf-Dokument mit den Namen MLC_Ausschreibung_110221.pdf unter Downloads/Verein.

Kilometerstand (Stand: Sonntag, 22. Februar, 23 Uhr/nach 1Woche): 1182,33 - davon 679,02 Running und 503,31 Walking.
Kilometerstand (Stand: Freitag, 26. Februar, 18.30 Uhr/nach ca. 3 Wochen): 2491,0 - davon 1499,0 Running und 992,0 Walking.
Aktueller Kilometerstand (Stand: Donnerstag, 11. März/nach ca. 4 Wochen): 6714 - davon 3666 Running und 3048 Walking.
Aktueller Kilometerstand (Stand: Samstag, 27. März/nach ca. 6 Wochen): 10194 - davon 6234 Running und 3960 Walking.
Aktueller Kilometerstand (Stand: Dienstag, 13. April/nach ca. 8 Wochen): 13056 - davon 7924 Running und 5132 Walking.

Dauer der Veranstaltung: Insgesamt zehn Wochen (bis Sonntag, 25. April).
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Interview der Woche: Bissiger aber fairer „Kettenhund“

ASV-Innenverteidiger der Meisterelf 2017/2018 im Interview – „Große“ Politik lässt Amateurfußball noch im Stich

Michelfeld (obl)
Infolge des Teil-Lockdowns in Deutschland ruht seit Anfang November nun schon rund fünf Monate der Mannschaftstrainings –und Spielbetrieb im Amateurfußball in Bayern. Der Kreisspielleiter des Spielkreises Erlangen/Pegnitzgrund Max Habermann hat am Freitag, 13. November perspektivisch und optimistisch den Rahmenterminplan für die Rest-Saison 2019/21 (von März bis Juni mit Pokal- , Punkt-, Entscheidungs- und Relegationsspiele, voraussichtlich kein Liga-Pokal auf Kreisebene) bekanntgegeben – inzwischen ist zum wiederholten Male klar, dass sich der Starttermin für den Re-Start um einige Wochen verzögern wird. Denn gemäß der Öffnungsmatrix der Bundesregierung vom Mittwoch, 3. März (vierter Schritt) und der Ministerpräsidentenkonferenz von diesem Montag, 22. März ruht die Hoffnung darauf, dass nach der nächsten „MPK“ (12. April) und nach den Osterferien (ab 13. April) beziehungsweise allgemeinen Lockdown-Ende (18. April) bei entsprechenden Inzidenzwerten Training auch mit Kontakt (Landkreis-Wert unter 100: mit tagesaktuellen Test, unter 50: ohne Test) und Spiele (erforderlicher Wert unter 50) erlaubt werden. Im Idealfall könnte mit einem dreiwöchigen Mannschaftstraining und Freundschaftsspiele die Saison ab dem ersten Mai-Wochenende bis 30. Juni fortgesetzt werden.

Erwachsene, wie zum Beispiel die fußballbegeisterten Kicker des ASV Michelfeld (Stadt Auerbach in der Oberpfalz, Landkreis Amberg/Sulzbach, Fußball-Kreis Erlangen/Pegnitzgrund in Mittelfranken) üben sich – wie in der Phase des ersten Lockdowns ab dem 13. März 2020 (ab 11. Mai war wieder Training in Kleingruppen möglich) – in Geduld und halten sich an die Corona-Regeln.

Sportliches Umfeld

Der 24-jährige Maximilian Gsell ist quasi der Nachbar vom ASV-Sportheim und wohnt in einem Haus mit Eltern, Schwester, Oma und Großvater Karl Merkl (68 Jahre, 858 Spiele für den ASV Michelfeld, Ehrenvorstand und Platzwart) – so dass die Identifikation mit dem Verein und die Motivation für Fußball sehr groß (durchaus maximal) ist.

Nach seiner Zeit in den A-Junioren der JFG Auerbacher Land 2013 bis 2015  (mit Stammverein ASV Michelfeld, U19-Kreisliga) akklimatisierte sich der Michelfelder in seiner ersten Herren-Saison 2015/16 zunächst in der Zweiten Mannschaft (17 Punktspieleinsätze in der B-Klasse) und auch in der „Ersten“ (neun Spiele in der Kreisklasse). Den sportlichen Durchbruch zum Stammspieler in der Ersten Mannschaft gelang Max Gsell als Innenverteidiger in der Viererkette nur eine Saison später mit viel Trainingsfleiß, sehr enger konzentrierter  Zweikampfführung und fast ohne Karten: 2016/17 (29 Einsätze), in der Meistersaison 2017/18 mit dem Aufstieg aus der Kreisklasse (25) und in der Kreisliga-Spielzeit 2018/19 (22) stand er fast immer auf dem Platz. In der aktuellen Runde 2019/21 kam er bisher in zehn von 18 Spielen der „Ersten“ (Kreisklasse) und fünf von 17 Partien der „Zweiten“ (A-Klasse) zum Zug.

Der Sieben-Tages-Inzidenzwert im einheimischen Landkreis Amberg/Sulzbach lag am Dienstag, 23. März bei 222,2, in Bayern bei 111,7 und in Deutschland bei 108,1. An Fußball-Training und Spielbetrieb ist, gemäß Öffnungsmatrix der Bundesregierung (vom 3. März), erst ab einem Wert unter 100 beziehungsweise unter 50 zu denken …

Um den „Kontakt“ mit den aktiven Fußballern des Vereins nicht zu verlieren und die lange Winterpause nicht langweilig werden zu lassen,  werden wir für asv-michelfeld.de regelmäßig (siehe Info-Box am Ende des Textes) einen Spieler zur aktuellen Lage befragen. Nach Daniel Meier, Mathias Trenz, Thomas Hofmann,  Lukas Schleicher, Maximilian Zerreis, Fabian Ziegler, Lukas Knappik, Andreas Leissner, Manuel Lehner, Nicolas Bauer, Fabian Friedl, Benedikt Schindler, André Bachmann, Andreas Beyer, Silas Looshorn, Simon Zerreis, Devit Akdemir, Marco Wöhrl, Simon Schwendner und Daniel Siegler kommt dieses Mal – Gesprächspartner Nummer 21 in der 2. Lockdown-Phase – ein leidenschaftlicher Kicker der „Ersten“, der dort die feste Rückennummer 16 trägt, im Interview zu Wort …


Hallo Herr Gsell,
Servus „Boner“,
Über was haben Sie sich nach der coronabedingten Fußball-Spielpause und dem Re-Start (August bis Oktober) besonders gefreut und anderseits besonders geärgert?
Maximilian Gsell: Es hat mich vor allem gefreut die ganze Mannschaft wiederzusehen und mit dem Fußball spielen wieder beginnen zu können. Der Start in die Liga hat mich geärgert, da wir Spiele nicht wie erhofft für uns entscheiden konnten.

Gegen welchen Gegner würden Sie in der Wintervorbereitungsphase (voraussichtlich im März und/oder April) gerne mal „testen“ (ein Freundschaftsspiel austragen) und warum? Der BFV (wenn es die Politik erlaubt) möchte spätestens am 24. März wieder Mannschaftstraining freigeben und nach einer mindestens dreiwöchigen Vorbereitungsphase (inklusive Freundschaftsspiele) mit Punktspielen starten - allerspätestens ab dem 25. April, um die Saison noch zu Ende zu spielen …
Maximilian Gsell: Es hat natürlich immer einen Reiz gegen die Vereine aus der Umgebung, wie den SV Auerbach oder SC Kirchenthumbach zu spielen. Besonders das Aufeinandertreffen mit den früheren Mannschaftskollegen aus der Jugend sorgt dabei für eine gewisse Extra-Motivation.



Maximilian Gsell.
Foto: Ralph Strobl.

Welche fußballerische und sportliche Aktivitäten planen Sie in der mehrmonatigen Winterpause (November bis Januar, denkbar auch noch im Februar/März)? Immerhin spielen die „Profis“ und es gibt einige TV-Sender …
Maximilian Gsell: Ich habe mich in den letzten Wochen mit kleinen Workouts und Joggen fit gehalten. Die aktuelle Michelfelder Laufchallenge sorgt dafür das man sich ein bisschen besser motivieren kann. Natürlich ist es schade, dass wir zur Zeit nicht gemeinsam auf dem Platz trainieren können. Bei den Profis schaue ich meistens nur die Zusammenfassungen an.

In der Restsaison 2019/2021 (wünschenswerterweise nach dem Lockdown, der derzeit noch andauert; womöglich erst nach Ostern ab dem 17./18. April bis 30. Juni) hat die „Erste“ des ASV Michelfeld (Zweiter in der Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund) noch zwölf und die „Zweite“ (Zehnter in der A-Klasse 4) neun Punktspiele auf dem Programm. Auf welchen Plätzen landen beide Teams in der Abschlusstabelle? Im Juni sollen noch Entscheidungs- und Relegationsspiele stattfinden …
Maximilian Gsell: Wenn die „Erste“ ihre gewohnte Leistung nach dem Lockdown abrufen kann, bleibt es bis zum Ende der Saison ein spannender Titelkampf. Mit der „Zweiten“ werden wir in den restlichen neun Spielen auch noch einige Punkte holen, so dass wir mit Abstieg nichts zu tun haben werden.

Vielen Dank für das Interview.

Info-Box:
In der schon fünfmonatigen Winterpause (Anfang November bis mindestens 28. März) kommen in einer wöchentlichen Serie abwechselnd  ein Spieler der 1. und dann der 2. Fußball-Herrenmannschaft des ASV Michelfeld (in beiden Teams wurden in dieser Saison 2019/21 insgesamt schon 42 verschiedene Spieler eingesetzt) zu Wort. Diese erhalten jeweils die gleichen vier Fragen zur Beantwortung – interessant zwecks Vergleichbarkeit der Aussagen zum gleichen Thema.

Ab der kommenden Woche (KW 13, 29. März bis 4. April) beginnt eine neue Serie „Interview der Woche“ – Zielgruppe dann: Abwechselnd Trainer, Betreuer und Funktionäre des ASV Michelfeld sowie der SG Auerbach (Juniorenfußball/männlich).

Übrigens:  Die Serie „Interview der Woche“ gab es bereits in der ersten coronabedingten Spielpause vom 23. März bis 28. Juli 2020 mit Spielern, Funktionären und Mitgliedern des ASV Michelfeld – siehe www.asv-michelfeld.de unter „Aktuelles“. obl.

Interview der Woche: Cousin und Bruder als Vorbild

Kreative sportliche Aktivitäten in der Corona-Zeit – „Fußballer mit Herz“ im Interview – BFV plant mehrere Szenarien

Michelfeld/Gunzendorf/Engenthal (obl)
Infolge des Teil-Lockdowns in Deutschland ruht seit Anfang November bis mindestens 7. März auch der Mannschaftstrainings –und Spielbetrieb im Amateurfußball in Bayern. Der Kreisspielleiter des Spielkreises Erlangen/Pegnitzgrund Max Habermann hat am Freitag, 13. November perspektivisch und optimistisch den Rahmenterminplan für die Rest-Saison 2019/21 (von März bis Juni mit Pokal- , Punkt-, Entscheidungs- und Relegationsspiele, voraussichtlich kein Liga-Pokal auf Kreisebene) bekanntgegeben – inzwischen ist klar, dass sich der Starttermin für den Re-Start um einige Wochen verzögern wird. Denn gemäß der Öffnungsmatrix der Bundesregierung vom Mittwoch, 3. März ist frühestens ab 8. März mit Training und frühestens ab 5. April mit Spielen zu rechnen. Erwachsene, wie zum Beispiel die fußballbegeisterten Kicker des ASV Michelfeld (Stadt Auerbach in der Oberpfalz, Landkreis Amberg/Sulzbach, Fußball-Kreis Erlangen/Pegnitzgrund in Mittelfranken) üben sich – wie in der Phase des ersten Lockdowns ab dem 13. März 2020 (ab 11. Mai war wieder Training in Kleingruppen möglich) – in Geduld und halten sich an die Corona-Regeln.

Seit seinem zehnten Lebensjahr spielt der aus Gunzendorf (Stadtgebiet Auerbach) stammende Daniel Siegler (Jahrgang 1995) beim ASV Michelfeld Fußball. Sein Cousin „Kaschi“ Markus (42) und sein Bruder „Blasch“ Patrick (29, noch gelegentlich in der Zweiten Mannschaft aktiv) – beide aus Gunzendorf – haben eine langjährige Erste-Mannschaft-Erfahrung in der Kreisliga und Kreisklasse für die Gelb-Blauen vorzuweisen.

Der noch 25-Jähirge Daniel Siegler, der inzwischen im rund 15 Kilometer entfernten Engenthal (Gemeinde Hartenstein, bei Rothenbruck/in der Nähe von Neuhaus an der Pegnitz) wohnt, stand beim letzten Auftritt der ASV-Reserve in der A-Klasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund vor fünf Monaten auf dem Platz: Der 3:1-Heimsieg am 18. Oktober gegen den Tabellenzweiten 1. FC Hedersdorf war wohl eines der besten Spiele des ASV Michelfeld II in der 75-jährigen Vereinsgeschichte.

Als solider Außenverteidiger in der Viererkette oder relativ schneller Außenbahnspieler im Mittelfeld gibt er im Rahmen seiner Möglichkeiten immer sein Bestes - in bisher mehr als 100 Punktspielen in der „Zweiten“ (B- und A-Klasse) seit 2013/14. In seinen Karrieredaten steht bisher ein Punktspieleinsatz in der Ersten Mannschaft des ASV: Am 28. April 2019 wurde er im Kreisliga-Heimspiel gegen den SC Uttenreuth (0:4) in der 67. Minute beim Stand von 0:4 eingewechselt.

BFV überlegt noch

Der Bayerische Fußball-Verband hat den berühmten $93 ‚(„Abbruch-Paragrafen“) mit Wirkung vom 11. März angepasst. Demnach können Spiele auch im Zwei-Tages-Rhythmus und auch ohne Einhaltung der chronologischen Reihenfolge gemäß Spielplan angesetzt werden. Der BFV arbeitet derzeit an verschiedenen Fahrplänen für die nächsten Monate bis zum satzungsgemäßen Saisonende (30. Juni) – zwischen dem schlimmsten Fall als allerletztes Mittel (Abbruch) und der Ideallösung (Austragung aller offenen Spiele plus Relegation). Ein Beispiel: Wenn seitens der Politik Wettkämpfe ab dem 15. Juni erlaubt wären, würde bis 30. Juni gespielt und dann ein Schlussstrich (notfalls mit Quotientenregel, aber ohne Relegation) gezogen werden.

Der Sieben-Tages-Inzidenzwert im einheimischen Landkreis Amberg/Sulzbach lag am Donnerstag, 18. März bei 150,4. An Fußball-Training und Spielbetrieb ist, gemäß Öffnungsmatrix der Bundesregierung, erst ab einem Wert unter 100 beziehungsweise unter 50 zu denken …

Um den „Kontakt“ mit den aktiven Fußballern des Vereins nicht zu verlieren und die lange Winterpause nicht langweilig werden zu lassen,  werden wir für asv-michelfeld.de regelmäßig (siehe Info-Box am Ende des Textes) einen Spieler zur aktuellen Lage befragen. Nach Daniel Meier, Mathias Trenz, Thomas Hofmann,  Lukas Schleicher, Maximilian Zerreis, Fabian Ziegler, Lukas Knappik, Andreas Leissner, Manuel Lehner, Nicolas Bauer, Fabian Friedl, Benedikt Schindler, André Bachmann, Andreas Beyer, Silas Looshorn, Simon Zerreis, Devit Akdemir und Marco Wöhrl und Simon Schwendner kommt dieses Mal  - Gesprächspartner Nummer 20 in der 2. Lockdown-Phase – ein sportlich fitter Kicker der „Zweiten“, der oft die Rückennummer zwei trägt, im Interview zu Wort …

Hallo Herr Siegler,
Servus „Döni“,
Über was haben Sie sich nach der coronabedingten Fußball-Spielpause und dem Re-Start (August bis Oktober) besonders gefreut und anderseits besonders geärgert?
Daniel Siegler: Besonders gefreut habe ich mich, wieder mit den Teamkameraden zusammen ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Der nicht optimale Start in die letzte Saison war in der Wintervorbereitung 2020 eine gute Motivation für mich. Allerdings kam dann Corona und die ganzen Mühen schienen umsonst zu sein. Als es im Mai wieder losging, mit dem Training für fünf Personen, habe ich mich sehr gefreut, wieder zu kicken und es machte auch immer in den kleinen Gruppen Spaß. Als die Spiele wieder losgingen spürt man, dass keiner in der Mannschaft absteigen will und dass wir alle daran glaubten das Ziel zu erreichen.

Gegen welchen Gegner würden Sie in der Wintervorbereitungsphase (voraussichtlich im März und/oder April) gerne mal „testen“ (ein Freundschaftsspiel austragen) und warum? Der BFV (wenn es die Politik erlaubt) möchte spätestens am 24. März wieder Mannschaftstraining freigeben und nach einer dreiwöchigen Vorbereitungsphase (inklusive Freundschaftsspiele) mit Punktspielen starten …
Daniel Siegler: Mir ist der Gegner eigentlich egal, wobei es immer motivierender ist, gegen Mannschaften aus der näheren Umgebung zu spielen. Man kennt aus den Mannschaften teilweise die Spieler und kann da zeigen was man kann.



Daniel Siegler.
Foto: Ralph Strobl.

Welche fußballerische und sportliche Aktivitäten planen Sie in der drei- bis viermonatigen Winterpause (November bis Januar, denkbar auch noch im Februar/März)? Immerhin spielen die „Profis“ und es gibt einige TV-Sender …
Daniel Siegler: Im Winter war meine sportlichen Aktivitäten meist auf Hallenfußball und Wintersportaktivitäten beschränkt. Dieses Jahr war wintersporttechnisch nicht viel möglich und in die Halle durfte man auch nicht. Gelegentlich war ich Touren gehen am Ochsenkopf. Um nicht komplett  „einzurosten" war ich auch ab und zu joggen. Ich war sonst viel spazieren. Längere Touren am Wochenende und unter der Woche fast täglich mit dem Hund und meiner Freundin.

In der Restsaison 2019/2021 (wünschenswerterweise nach dem Lockdown, der derzeit noch andauert; womöglich erst nach Ostern ab dem 17./18. April bis 30. Juni) hat die „Erste“ des ASV Michelfeld (Zweiter in der Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund) noch zwölf und die „Zweite“ (Zehnter in der A-Klasse 4) neun Punktspiele auf dem Programm. Auf welchen Plätzen landen beide Teams in der Abschlusstabelle? Im Juni sollen noch Entscheidungs- und Relegationsspiele stattfinden …
Daniel Siegler: Ich denke mit der  „Zweiten" schaffen wir den Nichtabstieg, das ist zumindest mein größtes Ziel. Der „Ersten" traue ich wegen der spielerischen Klasse der Mannschaft schon eine sehr gute Platzierung zu. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass die Saison zu Ende gebracht wird. Es ist reine Spekulation, weil keiner weiß beziehungsweise einschätzen kann, wie die Mannschaften aus der „Coronasituation" zurückkommen.

Vielen Dank für das Interview.

Info-Box:
In der mehr als dreimonatigen Winterpause (Anfang November bis mindestens 28. März, voraussichtlich bis zum Mannschaftstrainings-Auftakt mit noch offenen Termin) kommen in einer wöchentlichen Serie abwechselnd  ein Spieler der 1. und dann der 2. Fußball-Herrenmannschaft des ASV Michelfeld (in beiden Teams wurden in dieser Saison 2019/21 insgesamt schon 42 verschiedene Spieler eingesetzt) zu Wort. Diese erhalten jeweils die gleichen vier Fragen zur Beantwortung – interessant zwecks Vergleichbarkeit der Aussagen zum gleichen Thema. In der kommenden Woche (KW 12, 22. bis 28. März) ist wieder ein Kicker der „Ersten“ an der Reihe. Man darf jetzt schon gespannt sein, wer es sein wird und was er mitzuteilen hat…

Übrigens:  Die Serie „Interview der Woche“ gab es bereits in der ersten coronabedingten Spielpause vom 23. März bis 28. Juli mit Spielern, Funktionären und Mitgliedern des ASV Michelfeld – siehe www.asv-michelfeld.de unter „Aktuelles“. obl.

Heute vor 5 Monaten (18.10./18.03.): Das letzte ASV-Fußball-Spiel

ASV mit noch näheren Kontakt zur Tabellenspitze
Geduldig Tore in zweiter Halbzeit erzielt - Neunter Heimsieg beim zehnten Auftritt - zum neunten Mal in dieser Saison ohne Gegentor

Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund, Herren
21. Spieltag
Sonntag, 18. Oktober 2020, 15.30 Uhr:
ASV Michelfeld – SG SV Kleinsendelbach/SV Hetzles 2:0 (0:0)
Bei den heimstarken Gastgebern stand dieses Mal Devit Akdemir für Thomas Hofmann (Oberschenkelverletzung) in der Startelf – Thomas Kohl und Nico Metschl sind weiterhin verletzt. Die SG KH begann mit Torhüter Mario Müller und Spielertrainer Simon Müller für Keeper Anton Pöhlmann und Michael Marsing – zudem fehlten fünf vermeintliche Stammspieler.

Die Hausherren präsentierten sich in der ersten Halbzeit abwartend, geduldig, mit Spielkontrolle – aber teilweise noch zu statisch und mit wenig torgefährliche Szenen in der Offensive. Dementsprechend gelangen nur zwei Torchancen in den ersten 45 Minuten (Paul Gropp halblinks im Strafraum am Torhüter scheiternd/6. und Daniel Meier per Direktabnahme über das Tor auf Linksflanke von Devit Akdemir/43.), aber die um defensive Kompaktheit bemühten Gäste erspielten sich nur eine halbwegs brenzlige Aktion durch Matthias Werner (14.). Nach einer Viertelstunde musste ASV-Spielertrainer Christian Ringler (der als Innenverteidiger auflief) wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Offensivdruck, gingen durch Manuel Lehner per Kopfball im „Tiefflug“ am Fünfmeterraum schnell in Führung (50.) und legten per berechtigten Foulelfmeter in der 74. Minute noch das 2:0 durch Torjäger Paul Gropp (zehnter Saisontreffer) nach. Gropp wurde in der Box gefoult und verwandelte selbst wie gewohnt souverän vom Punkt. Davor (71.) hätte es schon zum zweiten Mal im Gäste-Tor klingeln können: Eine Rechtsflanke von Gropp brachte Mittelstürmer Daniel Meier (noch von einem Gegenspieler bedrängt) am Fünfmeterraum nicht im Kasten unter. Lukas Knappik vergab noch die Möglichkeit auf das 3:0 (75.), als er aus 15 Metern am Tor vorbeizielte. Kleinsendelbach/Hetzles bot im Vergleich zur Vorwoche (0:5 gegen den ASV Herpersdorf) eine ordentliche Leistung, verlor ersatzgeschwächt aber letztendlich verdient – wenn auch nicht so hoch wie im Hinspiel (2:5). KH ließ zwei Chancen zum Anschlusstreffer aus, so dass die Partie nicht mehr spannend wurde: Adrian Duddeck zielte halblinks im Sechzehner am kurzen Eck vorbei (83.) und vier Minuten vor Schluss traf Simon Müller in halbrechter Position den linken Pfosten.

Der ASV Michelfeld (jetzt Zweiter, vier Punkte hinter dem Ersten SV Moggast/zwei Spiele mehr) gastiert am Sonntag, 25. Oktober um 15 Uhr beim Dreizehnten 1. FC Eschenau. Der neue Achte SG SV Kleinsendelbach/SV Hetzles erwartet zeitgleich den Vorletzten FC Betzenstein.

SR: Nico Hauser (SpVgg Hüttenbach, Gruppe Pegnitzgrund), Bezirksliga-Referee.
Zuschauer: 100 (gemäß Kontaktdaten-Liste im Rahmen des Zuschauer-Hygienekonzepts).
Tore: 1:0 (50.) Manuel Lehner, 2:0 (74., Foulelfmeter) Paul Gropp.
Besondere Vorkommnisse: Insgesamt sieben Gelbe Karten.
Gelbe Karten: M. Schäffner, Lehner, Meier, Akdemir, Looshorn (alle ASV Michelfeld); Jo. Mehl, Schneider (alle SG SV Kleinsendelbach/SV Hetzles).
Torchancenverhältnis: 6:3.
Eckballverhältnis: 4:4.

ASV Michelfeld (in Klammern: Auswechslungen mit Rückwechsel): Sattler – Looshorn (87. F. Ziegler), M. Zerreis, Schwendner, Lehner, Akdemir, Friedl, Knappik, Meier (77. Bachmann), Ringler (15. M. Schäffner/59. J. Schäffner), Gropp.

SG SV Kleinsendelbach/SV Hetzles (in Klammern: Auswechslungen mit Rückwechsel): M. Müller – Frosch (76. Ja. Mehl), Duddeck, Beck, Jo. Mehl (76. R. Derrfuß), Schneider, Schmidtlein, Wolf, S. Müller (36. Ja. Mehl/64. S. Müller), M. Werner, Gül (69. M. Fees). Nicht eingesetzt: J. Regenfus.

(obl)

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„Klein“ schlägt „Groß“
Abstiegskandidat Michelfeld II besiegt verdient Aufstiegskandidat Hedersdorf – noch Elfmeter verschossen

A-Klasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund, Herren
21. Spieltag
Sonntag, 18. Oktober 2020, 12.30 Uhr:
ASV Michelfeld II – 1. FC Hedersdorf 3:1 (0:0)
Bei den abstiegsbedrohten Gastgebern liefen im Vergleich zur Vorwoche vier andere Spieler in der Startelf auf und es standen fünf Auswechselspieler auf dem Spielberichtsbogen. Auf Hedersdorfer Seite fehlten mit Kevin Rubner, Alexander Werner und Marcus Werner drei etatmäßige Stammspieler.

Die Hausherren waren an diesem Tag sehr griffig im Spiel, topmotiviert und bereits in der ersten Halbzeit besser – bei 3:2-Torchancen, 5:2-Ecken und mehr Spielanteilen. Die Gäste (noch kein Sieg nach der Corona-Pause) konnte Torjäger Dominik Dotzler als Ein-Mann-Sturm in der ersten Halbzeit noch nicht treffen. Julian Thumbeck (3.), Patrick Siegler (22.) und Nicolas Bauer (29.) hatten die Michelfelder Führung schon auf dem Fuß. Auf der anderen Seite konnten die Gäste nur gelegentlich Angriffe bis in Tornähe ausspielen, wobei die zwei Chancen in den ersten 45 Minuten hochkarätig waren (Tommy Gebhard traf den linken Pfosten/11. und Dominik Dotzler zielte aus 25 Metern haarscharf am linken Pfosten vorbei/37.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte die ASV-Reserve einen bemerkenswerten Siegeswillen, kämpfte und spielte hervorragend, so dass der Heimsieg durch den energischen Fabian Ziegler (halblinks im Sechzehner ins lange Eck/65.), per Abstauber vom formverbesserten Nicolas Bauer mit dem Oberaschenkel aus etwa zwei Metern nach einem Eckball (81.) und einen Fernschuss aus rund 25 Metern halbrechter Position ins leere Tor von September-Neuzugang Kawai Campos Carvalho in der vierten Nachspielminute als Joker (sieben Minuten davor eingewechselt) verdient ist. Bei den Gästen wechselte sich Spielertrainer Manuel Lindwurm (acht Saisontreffer, angeschlagen am Fuß-Spann) erst in der 53. Minute ein, wurde aber nicht torgefährlich. Hedersdorf glich durch den 17. Saisontreffer von Dotzler aus halbrechter Position flach ins lange Eck zwischenzeitlich (69.) aus, verzeichnete in der zweiten Halbzeit aber nur noch zwei weitere Chancen im Gegensatz zu Michelfeld II (sieben weitere): Einen 20-Meter-Schuss von Dotzler lenkte ASV-Keeper Andreas Leisner noch zum Eckball (55.) und der eingewechselte Sven Scharrer-Walter zielte aus 18 Metern knapp links vorbei (75.). Die leidenschaftliche ASV-Reserve „vergaß“ nach dem 1:0 und 2:1 nur, das Spiel vorzeitig entscheiden – denn schöne Chancen en masse von Andre Bachmann (50.), Nicolas Bauer (57./Pfosten), Fabian Ziegler (62.), Patrick Siegler (68.), Christof Lindner (83.), Benedikt Schindler (86.), Patrick Siegler (90./Elfmeter, nach Foul am Thumbeck vom Torhüter) müssen mit mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss einfach mal verwertet werden – dann entfällt das nervenaufreibende „Zittern“ bis zum Abpfiff. Michelfeld II offenbarte im Abstiegskampf alle erforderlichen Tugenden und überzeugte auch läuferisch sowie spielerisch. Mit derartigen Leistungen aller Akteure wird der Klassenerhalt gelingen.

Der ASV Michelfeld II (jetzt Zehnter mit 17 Zähler, einen vor dem Relegationsplatz zwölf) ist am kommenden Wochenende spielfrei und erwartet dann am Samstag, 31. Oktober um 11.30 Uhr den Vorletzten ASV Forth II (punktgleich mit Rang zwölf). Der Dritte 1. FC Hedersdorf (aktuell schon sieben Punkte hinter dem Zweiten TSV Neunhof II) hat am Sonntag, 25. Oktober um 15 Uhr Heimrecht gegen den Vierten SG TSC Pottenstein II/SV Kirchahorn II.

SR: Fritz Betzl (Eschenbach/Opf., TSV Pressath, Gruppe Weiden), Kreisklasse-Referee.
Zuschauer: 40 (gemäß Kontaktdaten-Liste im Rahmen des Zuschauer-Hygienekonzepts).
Tore: 1:0 (65.) Fabian Ziegler, 1:1 (69.) Dominik Dotzler, 2:1 (81.) Nicolas Bauer, 3:1 (90.+4) Kawai Campos Carvalho.
Besondere Vorkommnisse: (90.) Patrick Siegler (Michelfeld) schießt Foulelfmeter flach links neben das Tor.
Torchancenverhältnis: 13:5.
Eckballverhältnis: 11:3.
Gelbe Karten: P. Siegler, K.A. (beide ASV Michelfeld II), Carstensen, T. Gebhard (beide 1. FC Hedersdorf).

ASV Michelfeld II (in Klammern: Auswechslungen mit Rückwechsel): A. Leissner – P. Siegler (40. A. Beyer/90.+2 S. Zerreis), M. Gsell (72. C. Lindner), Al. Trenz, F. Ziegler, Bachmann (59. P. Siegler), Bauer (87. K. Campos Carvalho), Schindler, Thumbeck, D. Siegler, K.A. Nicht eingesetzt: Vargas.

1. FC Hedersdorf (in Klammern: Auswechslungen mit Rückwechsel): Carstensen – D. Schuster (31. Löhr/69. S. Scharrer-Walter), M. Hoffmeister, Möbius, Muskat (46. C. Hoffmeister/53. Lindwurm), T. Bilgin (59. D. Schuster), Solfrank, T. Gebhard, Seubert, Dotzler, F. Meier. Nicht eingesetzt: F. Eder.

(obl)




 

 

Aktuelle Fußball-Lage: Abbruch nur im Notfall

München/Amberg-Weiden/Erlangen-Pegnitzgrund/Auerbach/Michelfeld (obl)
Bei einer Umfrage unter den Fußball-Vereinen in Bayern hatten sich im Dezember 76,8 Prozent (im Frühjahr 2020 waren es noch 68,13 Prozent) für eine Fortsetzung der unterbrochenen Saison 2019/21 ausgesprochen. Nach der „MPK“ am 3. März mit der veröffentlichten Öffnungsmatrix hat der BFV dieses Ziel in dieser Woche mit einigen Antworten bekräftigt, auch wenn die Zeit mit fünf bis 13 Punktspiele plus Relegationsspiele ordnungsgemäß bis zum 30. Juni (und eventuell darüber hinaus) knapp wird.

Seit Montag, 8. März ist in Landkreisen mit einem Inzidenzwert von unter 50 Kleingruppen-Training ohne Kontakt mit maximal zehn Personen (mit Kindern: Bis zu 20 unter 14 Jahren) erlaubt – mit einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 kontaktfreier Sport nur mit Angehörigen des eigenen Hausstands sowie einer haushaltsfremden Person oder in Gruppen mit maximal 20 Kindern bis 14 Jahre.  Im nächsten Öffnungsschritt (ab 22. März) wäre Kontaktsport, also Mannschaftstraining möglich – über den Wert 50 mit einem tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest. Weitere zwei Wochen später (ab 5. April/nach Ostern) wäre bei entsprechend stabilen regionalen Inzidenzzahlen Wettkampfsport mit Zuschauer durchführbar.

Doch die aktuellen Zahlen vom Montag, 15. März (Deutschland 82,9, Bayern 88,4 und Amberg/Sulzbach 160,1) versprechen aber für die kommenden Tage nichts Gutes.

Erste vage Überlegungen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich schon vor der MPK (3. März) per Brief an die Bundeskanzlerin und verschiedene Minister gewandt und darin eindringlich darauf hingewiesen, dass (wissenschaftlich und mit Studien belegt) das Ansteckungsrisiko auf dem Fußballplatz durch sehr kurze Kontakte (Dauer: weniger als 15 Minuten) äußerst gering sei.

Am 8. März bekräftigten in einer Pressekonferenz Präsident Dr. Fritz Keller und der für den Amateurfußball in Deutschland zuständige „Vize“ Dr. Rainer Koch ihr Ansinnen, den Spielbetrieb im gesamten Bundesgebiet unterhalb einer Inzidenz von 100 mit einer Teststrategie (inklusive einer bereits entwickelten  DFB-App zur digitalen Kontaktdatenachverfolgung) durchführen zu wollen. Sobald die Außen-Gastronomie (ab 22. März?) wieder geöffnet sei, müsse auch Amateurfußball („kein pandemisches Problem, sondern fester Teil der Lösung“) wieder möglich sein. Jede Woche sind normalerweise dort fünf bis sechs Millionen Millionen Menschen aus über 25000 Vereinen (Spieler, Beteiligte, Zuschauer) am Platz, die sich mit ihrem Sport identifizieren. Die von August bis Oktober funktionierenden Hygienekonzepte (mit Zuschauerregelung, möglichst wieder  200) sollen nun, entsprechend angepasst, weiterhin genutzt werden.  Ein neues aktualisiertes Rahmenhygienekonzept Sport wird von den Staatsministerien für die geplanten Öffnungsschritte ab 22. März (Termin der nächsten MPK) erstellt.

Im Bezirk Mittelfranken hat Bezirksspielleiter Thomas Jäger für die zwei  Bezirksligen vor, vom 1. Mai bis 11. Juni die noch ausstehenden sechs bis neun Punktspiele über die Bühne zu bringen. Dafür stünden sieben Wochenenden, ein Feiertag (Christi Himmelfahrt) und zwei Wochentage als Terminalternativen zur Verfügung. Mannschaftstraining (mindestens drei Wochen gemäß Aussage von BFV-Verbandsarzt Dr. Werner Krutsch) müsste demzufolge spätestens Anfang April erlaubt sein. Die Überlegung mit dem 1. Mai als Re-Start-Termin verfolgt auch Verbandsjuniorenleiter Florian Weißmann für den Jugendbereich, wobei dort gemäß Spielordnung die Saison bis 31. Juli verlängert werden kann.

In Erlangen/Pegnitzgrund hätte Kreisspielleiter Max Habermann (Wolfsberg) die herausfordernde Aufgabe, flächendeckend (von der Kreisliga bis zur B-Klasse) ein tragfähiges Spiel- und Zeitplankonzept zu erstellen, wobei einige Teams (zum Beispiel SV Ermreuth in der Kreisliga 2 mit 13 und ASV Michelfeld in der Kreisklasse 3 mit zwölf) noch relativ viele Punktspiele zu absolvieren haben. Sechs „Englische Wochen“ ab 1. Mai hintereinander sind zwar machbar, aber nicht sinnhaft. Denn ohne zeitlichen Puffer für etwaige Absagen (zu hohe regionale Inzidenzwerte, Quarantäne-Anordnungen, Wetter) wären die dann noch folgenden Entscheidungs- und Relegationsspiele (Mitte bis Ende Juni)  in Gefahr.

Initiative relativ erfolgreich

Am 15. Februar startete auf Bestreben des Post SV Nürnberg (größter Breitensportverein in Süddeutschland) eine Online-Petition unter https://www.openpetition.de/petition/online/sport-ist-teil-der-loesung-und-nicht-des-problems-in-der-coronapandemie mit dem Ziel der sofortigen Wiederaufnahme des Sport- und Trainingsbetriebes im Freien in den Vereinen, vor allem für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren. Innerhalb von sechs Wochen (also bis spätestens 28. März) wollen die Organisatoren 24000 Stimmen in Bayern sammeln, um damit den Antrag im Bayerischen Landtag einreichen zu können. Bis dato (Montag, 15. März, 11.30 Uhr) haben sich 20746 Personen aus Bayern online eingetragen – deutschlandweit 23870.

Am Donnerstag, 11. März hatten die Petition-Verantwortlichen einen 30-minütigen Termin mit Bayerns „Sportminister“ Joachim Herrmann. „Der Innenminister signalisierte deutlich, dass er uns und unsere Forderung versteht und unterstützt. Er befindet sich fast täglich in Kontakt mit z.B. Herrn Ammon (BLSV) und Herrn Koch (BFV). Er teilt unsere Ansicht, dass speziell die Kinder leiden und dass der Sport im Freien so gut wie kein Infektionsrisiko birgt. Wir haben vor allem klar gemacht, dass Sport im Freien nicht an eine Inzidenz gekoppelt sein darf. Es gibt im Freien nahezu kein Ansteckungsrisiko. Und ein ständiges Auf und Zu ist sicher nicht zielführend. Er hat sich ausdrücklich für unser Engagement bedankt und versprochen, sich für unsere Sache einzusetzen. Ich gebe diesen Dank gern an jeden einzelnen Unterzeichner der Petition weiter. Wir haben bereits viel erreicht. Die Kinder und der Sport sind im öffentlichen Bewusstsein angekommen. Kinder unter 14 Jahren dürfen aktuell in Gruppen kontaktfrei Sport treiben. Aber noch sind wir nicht am Ziel. Bei einem Anstieg der Inzidenz auf mehr als 100 dürfen unsere Kinder erneut nicht mehr in die Schule und nicht mehr zum Sport. Bau- und Gartenmärkte bleiben aber wohl weiter offen. Ein Schlag ins Gesicht unserer Kinder und derer, die sich um sie sorgen! Die Inzidenzen steigen gerade vielerorts über diese Marke. Nürnberg liegt z.B. bei 100,3! Es war also wohl nur ein kurzes Vergnügen mit dem Sport im Freien“, teilte Michael Luntz mit.

Bayerischer Fußball-Verband äußert sich

Nach einer BFV-Vorstandssitzung am vergangenen Dienstag, 9. März gab am Mittwoch Verbandsspielleiter Josef Janker und Schatzmeister Jürgen Faltenbacher ein Doppel-Interview auf der Verbands-Website. „Eine geordnete Zusammenkunft mit Hygieneregeln auf einem Fußballplatz ist doch tausendmal sicherer als wilde Partys ohne jedwede Vorkehrungen in Parks“, so Faltenbacher. Die Inzidenzwerte in Bayern liegen zwischen 10 und über 300, aber allen Vereinen soll die gleiche Vorbereitungszeit für das Mannschaftstraining gegeben werden: „Und was den Flickenteppich angeht, so müssen wir öffentlich schon fragen dürfen, ob die Inzidenz die einzige wahre Währung sein kann“, meint Janker. Der BFV wartet derzeit noch ab und zieht noch nicht die Paragrafen 93 und 94 SPO aus der Schublade:  „Einen Abbruch sehe ich nach wie vor als allerletztes Mittel“, betont Faltenbacher. In diesem Fall würde die Quotientenregel über Auf- und Abstieg (ohne Relegation) entscheiden. Eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus sei „ein paar Tage“ und „für das ein oder andere Relegationsspiel“ sowie „in Einzelfällen“ vorstellbar.

Bei der Verzahnung der Regionalliga mit der 3. Liga in Sachen Meisterschaft und Aufstiegsspiele zeichnen sich praktikable Lösungen ab: Es laufen derzeit Gespräche, dass die Profi-Lizenz-Antrags-Klubs SpVgg Bayreuth, FC 05 Schweinfurt und Viktoria Aschaffenburg eine Play-Off-Runde (Modus „Jeden gegen Jeden“, mit Hin- und Rückspiel, inklusive entsprechende Testungen der Beteiligten) zur Ermittlung des bayerischen Regionalliga-Meisters ausspielen. Die zwei Aufstiegsspiele mit dem Nord-Vertreter würden nicht vom 20. bis 23. Mai, sondern erst zwischen dem 5. und 12. Juni stattfinden. Der Sieger qualifiziert sich für die deutschlandweite 3. Liga 2021/22.

Am Mittwochabend hat der BFV auf seiner Website einen Leitfaden zur Trainingsgestaltung mit den Namen „Return to play“ (pdf-Dokument, 30 Seiten) zum Download veröffentlicht. Zudem beantwortete das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration tagesaktuell (Mittwoch) , auf Bitte des BFV, dringende praxisnahe Fragen – die Antworten sind auf www.bfv.de nachzulesen.

Der Bezirksausschuss der Oberpfalz trifft sich am Montag, 15. März zu einem Online-Meeting. Im Kreis Amberg/Weiden findet am Dienstag, 16. März eine Online-Tagung zum Thema Junioren-Spielbetreib Frühjahr 2021 statt.

Nationaler Strategiewechsel?

Interessante Randnotiz: „Impf-Weltmeister“ Israel hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass Geimpfte Spiele in Fußball-Stadien besuchen dürfen. Wäre diese Strategie auch eine Idee für Deutschland (die Impfquote liegt derzeit erst bei rund acht Prozent, eine „Herdenimmunität“ wäre erst bei 60 bis 70 Prozent erreicht), zumal noch bis auf weiteres Inzidenzwerte (teilweise in Kombination mit Tests) das Maß aller Dinge ist?

obl.

Interview der Woche: Kickender Mister Cool der Gelb-Blauen

Schon mit 17 Jahren in der „Ersten“, zwei Schwestern waren beim SV 08 Auerbach aktiv –  Zuverlässiger Zweikämpfer im Interview

Michelfeld/Gunzendorf (obl)
Infolge des Teil-Lockdowns in Deutschland ruht seit Anfang November bis mindestens 7. März auch der Mannschaftstrainings –und Spielbetrieb im Amateurfußball in Bayern. Der Kreisspielleiter des Spielkreises Erlangen/Pegnitzgrund Max Habermann hat am Freitag, 13. November perspektivisch und optimistisch den Rahmenterminplan für die Rest-Saison 2019/21 (von März bis Juni mit Pokal- , Punkt-, Entscheidungs- und Relegationsspiele, voraussichtlich kein Liga-Pokal auf Kreisebene) bekanntgegeben – inzwischen ist klar, dass sich der Starttermin für den Re-Start um einige Wochen verzögern wird. Denn gemäß der Öffnungsmatrix der Bundesregierung vom Mittwoch, 3. März ist frühestens ab 8. März mit Training und frühestens ab 5. April mit Spielen zu rechnen. Erwachsene, wie zum Beispiel die fußballbegeisterten Kicker des ASV Michelfeld (Stadt Auerbach in der Oberpfalz, Landkreis Amberg/Sulzbach, Fußball-Kreis Erlangen/Pegnitzgrund in Mittelfranken) üben sich – wie in der Phase des ersten Lockdowns ab dem 13. März 2020 (ab 11. Mai war wieder Training in Kleingruppen möglich) – in Geduld und halten sich an die Corona-Regeln.

Der 25-jährige Simon Schwendner aus Gunzendorf (Stadtgebiet Auerbach)  legte in seiner vermeintlich letzten A-Junioren-Saison 2013/2014 bereits seine fußballerische Reifeprüfung erfolgreich ab: Als anfangs Noch-17-Jähriger spielte er die komplette Runde 13/14 nicht für die JFG Auerbacher Land (mit Stammverein ASV Michelfeld) in der U19-Kreisliga, sondern in der Ersten Mannschaft des ASV in der A-Klasse – absolvierte dort als Innenverteidiger in der Viererkette alle 30 Punktspiele und stieg via Relegation in die Kreisklasse auf.

Von 2013 bis 2019 verpasste der ruhende Pol der ASV-Defensive mit Staubsauger-Qualitäten (gutes Stellungsspiel, starkes Ballablauf-Verhalten, sichere Passqualität im Spielaufbau) fast keine Partie – bei 25 bis 30 Einsätzen pro Saison. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga 2018/2019 stand Simon Schwendner in der noch aktuellen Runde 19/21 in elf von 18 Spielen der „Ersten“ (Kreisklasse) und in vier der „Zweiten“ (A-Klasse) auf dem Platz.

Der Sieben-Tages-Inzidenzwert im einheimischen Landkreis Amberg/Sulzbach lag am Dienstag, 9. März bei 155,3. An Fußball-Training und Spielbetrieb ist, gemäß Öffnungsmatrix der Bundesregierung, erst ab einem Wert unter 100 beziehungsweise unter 50 zu denken …

Um den „Kontakt“ mit den aktiven Fußballern des Vereins nicht zu verlieren und die lange Winterpause nicht langweilig werden zu lassen,  werden wir für asv-michelfeld.de regelmäßig (siehe Info-Box am Ende des Textes) einen Spieler zur aktuellen Lage befragen. Nach Daniel Meier, Mathias Trenz, Thomas Hofmann,  Lukas Schleicher, Maximilian Zerreis, Fabian Ziegler, Lukas Knappik, Andreas Leissner, Manuel Lehner, Nicolas Bauer, Fabian Friedl, Benedikt Schindler, André Bachmann, Andreas Beyer, Silas Looshorn, Simon Zerreis, Devit Akdemir und Marco Wöhrl kommt dieses Mal  - Gesprächspartner Nummer 19 in der 2. Lockdown-Phase - eine solide Säule der „Ersten“, der für Stabilität in der Defensive sorgt, im Interview zu Wort …

Hallo Herr Schwendner,
Servus Simon,
Über was haben Sie sich nach der coronabedingten Fußball-Spielpause und dem Re-Start (August bis Oktober) besonders gefreut und anderseits besonders geärgert?
Simon Schwendner: Besonders gefreut hab ich mich, die Jungs wieder zu treffen  Geärgert habe ich mich ein bisschen, dass wir die ersten Spiele nicht gewonnen habe (da habe ich auch nicht immer gespielt).

Gegen welchen Gegner würden Sie in der Wintervorbereitungsphase (voraussichtlich im März und/oder April) gerne mal „testen“ (ein Freundschaftsspiel austragen) und warum? Der BFV (wenn es die Politik erlaubt) möchte spätestens am 24. März wieder Mannschaftstraining freigeben und nach einer dreiwöchigen Vorbereitungsphase (inklusive Freundschaftsspiele) mit Punktspielen starten …
Simon Schwendner: Gerne würde ich hauptsächlich gegen Mannschaften in unserer Umgebung spielen (Auerbach, Troschenreuth und Kirchenthumbach) - einfach weil da doch ein bisschen Reiz da ist und man trotzdem ein paar Spieler der Gegner kennt.



Simon Schwendner.
Foto: Ralph Strobl.

Welche fußballerische und sportliche Aktivitäten planen Sie in der drei- bis viermonatigen Winterpause (November bis Januar, denkbar auch noch im Februar/März)? Immerhin spielen die „Profis“ und es gibt einige TV-Sender …
Simon Schwendner: Sportlich aktiv war ich eigentlich kaum, da Joggen oder Workout nicht so meine Motivation haben Als es Schnee hatte,  bin ich relativ oft Langlaufen gegangen.

In der Restsaison 2019/2021 (wünschenswerterweise nach dem Lockdown, der mindestens noch bis 7. März dauert; womöglich erst nach Ostern ab dem 17./18. April bis 30. Juni) hat die „Erste“ des ASV Michelfeld (Zweiter in der Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund) noch zwölf und die „Zweite“ (Zehnter in der A-Klasse 4) neun Punktspiele auf dem Programm. Auf welchen Plätzen landen beide Teams in der Abschlusstabelle? Im Juni sollen noch Entscheidungs- und Relegationsspiele stattfinden …
Simon Schwendner: Ich bin der Meinung, dass die zweite Mannschaft vom Abstiegskampf heraus kommt und im Mittelfeld landet. Bei der ersten Mannschaft ist noch alles offen. Wenn wir alle Spiele gewinnen, werden wir aufsteigen. Wenn nicht, gibt es ja noch die Relegation die auch einen Reiz hat. Sollten wir mit Platz drei abschließen, geht die Welt auch nicht unter.

Vielen Dank für das Interview.

Info-Box:
In der mehr als dreimonatigen Winterpause (Anfang November bis mindestens 7. März, bis zum Mannschaftstrainings-Auftakt mit noch offenen Termin) kommen in einer wöchentlichen Serie abwechselnd  ein Spieler der 1. und dann der 2. Fußball-Herrenmannschaft des ASV Michelfeld (in beiden Teams wurden in dieser Saison 2019/21 insgesamt schon 42 verschiedene Spieler eingesetzt) zu Wort. Diese erhalten jeweils die gleichen vier Fragen zur Beantwortung – interessant zwecks Vergleichbarkeit der Aussagen zum gleichen Thema. In der kommenden Woche (KW 11, 15. bis 21. März) ist wieder ein Kicker der „Zweiten“ an der Reihe. Man darf jetzt schon gespannt sein, wer es sein wird und was er mitzuteilen hat…

Übrigens:  Die Serie „Interview der Woche“ gab es bereits in der ersten coronabedingten Spielpause vom 23. März bis 28. Juli mit Spielern, Funktionären und Mitgliedern des ASV Michelfeld – siehe www.asv-michelfeld.de unter „Aktuelles“. obl.

Zusätzliche Informationen