Abteilung Fußball, A- bis G-Junioren:
SG Auerbach (SV 08 Auerbach + ASV Michelfeld).
Siehe Facebook-Seite im Internet.
Spielpläne A-, B-, C-, D-, E- und F-Junioren in der Herbstrunde 2019: Siehe bfv.de.

Erläuterung zur Beitragsanpassung ab dem Kalenderjahr 2020:
Die neue Staffelung der Vereins-Mitgliedsbeiträge und eine entsprechende Begründung hierfür steht als pdf-Dokument zum Herunterladen und Ausdrucken unter Downloads/Verein zur Verfügung [Stand: Montag, 15. Juli 2019, 22.45 Uhr]. Zudem ist der komplette Text in der Rubrik "Aktuelles" (auf der Startseite) mit der Überschrift "Vereins-Beitragsanpassung ab Kalenderjahr 2020" seit Dienstag, 16. Juli nachzulesen.

Seit Freiag, 13. März (in der Corona-Zeit, bis zum 1. Punktspiel der 1. Fußball-Herrenmannschaft des ASV Michelfeld nach der "Pause"):
"Interview der Woche", siehe Artikel unter "Aktuelles".

Seit Freitag, 20. März 2020:
"Einkaufsservice" (in der Corona-Zeit) für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen . Siehe Informationen im Online-Artikel, Link ->http://www.asv-michelfeld.de/index.php/aktuelles/1252-aktiv-gelebte-solidaritaet

Seit Montag, 11. Mai 2020:
Fußball-Training der Herren-Kicker des ASV Michelfeld in Kleingruppen (gemäß BFV-Leitfaden und Hygiene-Vorschriften).

 

 

 

 

Gestutzte Hoffnung

Fortsetzung im Juniorenfußball noch nicht fix  - Spielpause bis mindestens 1. September - Interview mit U19-Coach

Auerbach/Michelfeld/Pferrach (obl)
Das Runde Leder ruht derzeit noch in Bayern im Amateur- und Breitensport – sowohl der Trainings- als auch der Wettkampfbetrieb. Ein „Lichtblick“ ist seit dieser Woche, dass ab Samstag, 16. Mai zumindest die 1. und 2. Fußball-Bundesliga der Herren ohne Zuschauer ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen darf. Gerade im Nachwuchsbereich ist noch viel Geduld gefragt, was ein Gespräch mit dem Trainer der A-Junioren der hiesigen SG Auerbach (Zweiter der Herbstrunde in der U19-Kreisliga Amberg/Weiden) beweist.

Stefan Linhardt stammt aus Pferrach, einem Auerbacher Ortsteil zwischen Nasnitz und Michelfeld. Der 36-Jährige trainierte zwei Jahre die B-Junioren, ehe er in dieser Saison die A-Junioren der SG Auerbach mit Standort in Michelfeld übernahm.

Für seinen Heimatverein ASV Michelfeld spielte er in der zweiten Mannschaft als Stürmer und nach einem Kreuzbandriss als Aushilfs-Torhüter. Sein letzter Einsatz als Keeper war am Sonntag, 6. September 2015 im Auswärtsspiel bei der SG FC Thuisbrunn II/SC Egloffstein II mit einem 0:1-Erfolg.

Verbands-Jugendleiter Florian Weißmann informiert über Jugendspielbetrieb
An der vier BFV-Junioren-Webinaren (vom Freitag, 24. April bis Montag, 27. April) nahmen 2346 Jugendleiter aus rund 4600 Vereinen in Bayern teil. Es wurde eine Lösungsarbeitsgruppe „Spielbetrieb Junioren und Juniorinnen“ gebildet, die Antworten auf Fragen erarbeiten und zu gegebener Zeit vorstellen soll. Derzeit ist (wie im Herrenbereich) gemäß politischer Anordnung ein Spielbetrieb frühestens ab dem 1. September möglich, im Juniorenbereich in Bayern idealerweise ab dem 12./13. September. Im nächsten Schritt geht es seit dieser Woche um die Ausarbeitung und Vorstellung eines Lösungsvorschlages (Abstimmung ist derzeit unklar). Die Altersstufen im Groß- und Kleinfeldbereich beziehungsweise im aufstiegsberechtigten und nicht aufstiegsberechtigten Spielbetrieb werden differenziert betrachtet. Es gibt derzeit vier mögliche Szenarien: Saisonverlängerung, Abbruch mit Annullierung, Abbruch mit einem Aufsteiger und ohne Absteiger beziehungsweise Abbruch mit einem Aufsteiger und einem Absteiger.

Sportreporter Ralph Strobl hat am Mittwoch Stefan Linhardt (nicht verwandt mit dem Michelfelder Kurt Linhardt, dem Ehren-Lehrwart der Fußball-Schiedsrichter-Gruppe Pegnitzgrund) befragt. Vier Fragen – vier Antworten:

Herr Linhardt, seit Freitag, 13. März – also seit rund zwei Monaten– ruht in Bayern wegen der Corona-Pandemie der komplette Fußball-Spielbetrieb. Rund 175 Nachwuchskicker der SG Auerbach, darunter etwa 20 A-Junioren (U19-Kreisliga Amberg/Weiden), können seitdem nicht zusammen kicken. Wie sehr schmerzt derzeit die allgemeine Lage, jungen heranwachsenden Menschen keine sozialen Kontakte und sportliche Betätigung beim organisierten Fußball ermöglichen zu können?
Stefan Linhardt: Natürlich schmerzt es mich sehr, den Jungs nicht die Möglichkeit zu bieten Fußball zu spielen oder ihre Kameraden zu sehen auch weil die Kameradschaft bei uns sehr hoch ist. Für einige ist es auch das letzte Jahr vor den Vollmannschaften. Da möchte ich als Trainer natürlich den Jungs noch vieles mitgeben. Mir fehlen die Jungs natürlich sehr. Es macht Spaß mit ihnen zu trainieren und gegen den Ball zu hauen. Aber nichts desto trotz es ist wichtig, alle zu schützen  - Trainer, Betreuer,  Spieler, Eltern und da geht die Gesundheit einfach vor. Und das verstehen wir alle.

Auf welche Art und wie oft sind Sie seit dem „Shutdown“ mit ihren „Schützlingen“ in Kontakt und wie fit beziehungswiese motiviert sind die Jungs aktuell?
Stefan Linhardt:  Klar ist man ab und zu in Kontakt. Es kommen auch oft die Fragen „Trainer, wann geht es weiter?“ oder ob ich schon was Neues weiß.  Es macht mich dann selber traurig, diese Fragen noch nicht beantworten zu können. Aber ich glaube nur alleine durch diese Fragen sieht man, dass die Jungs heiß auf Fußball und wie motiviert sie sind. Den Fitnesszustand kann man aus der Ferne schwer beurteilen, aber ich habe sie natürlich gebeten sich selber fit zu halten es gibt ja so viele Möglichkeiten. Ich vertraue den Jungs, dass sie sich nicht nur vor die Konsole setzen und auch sportlich aktiv sind. Ich kenne meine Jungs ja jetzt schon seit drei Jahren und da kennt man natürlich seine Spezialisten. Aber da gibt es halt dann die gewissen Extra-Runden am Platz (lacht).


Stefan Linhardt.
Foto: Ralph Strobl.

An diesem Mittwoch traf sich die Bundeskanzlerin mit den 16 Ministerpräsidenten in Deutschland. Zunächst sind nur kontaktlose Individualsportarten wie zum Beispiel Tennis erlaubt – Mannschaftssportarten wie Fußball (Training in Kleingruppen mit gewissen Regeln) noch nicht. Wie  beurteilen Sie diese Entwicklung und haben Sie schon „Pläne“ für das neuartige Outdoor-Training für ihre Mannschaft in den nächsten Wochen und Monaten ausgearbeitet?
Stefan Linhardt: Ich würde es sehr begrüßen endlich wieder auf den Platz zu gehen aber wie schon gesagt: Die Gesundheit geht natürlich vor und ist das Wichtigste. Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, wie wir dann trainieren können. Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Man muss auch abwarten, wie groß die Gruppen sein dürfen. Es ist wichtig, dass die Jungs mal wieder gegen den Ball treten und ihre Kumpels treffen, auch wenn es dann in kleinen Gruppen ist.

Befürchten Sie durch den aus mehreren Gründen durchaus gravierenden und wohl noch bis mindestens bis 1. September andauernden Spielausfall für die hiesigen Fußball-Junioren mittel- und langfristig eher negative Folgen (zum Beispiel Wegfall von Spielern, Betreuern und Mannschaften) und/oder positive Auswirkungen (Stärkung des Solidaritäts-Gedankens Jugend/Erwachsene/Ältere, ausgeprägterer Gemeinschafts- und Teamgeist oder Ähnliches)?
Stefan Linhardt: Es ist natürlich eine sehr schwere Zeit und man macht sich seine Gedanken. Aber so wie ich meine Jungs kenne, kommen sie alle wieder zurück zum Training und zu den Spielen  - ob alte oder neue Saison. Sie wollen Fußball spielen. Deswegen stimmt mich das positiv. Ich hoffe natürlich, dass es bei den anderen Mannschaften und Spielern, Trainern, Betreuern genau so ist. Der Fußball im Jugendbereich ist sehr wichtig für unsere Stammvereine SV 08 Auerbach und ASV Michelfeld.  Ohne Jugend geht es nicht und das wissen auch alle und wollen ihre Stammvereine unterstützen. Da sind wir auch mit den Trainern immer in Kontakt und tauschen uns aus.

Vielen Dank für das Interview.

Info-Box:
SG Auerbach (Fußball, Junioren, männlich)
Sportlicher Leiter: Bernhard Schubert. Jugendleiterin Großfeld: Kathrin Gsell. Jugendleiterin Kleinfeld: Janina Hudert und Christina Simon. Anzahl Mannschaften: Neun (von A- bis G-Junioren). Anzahl Spieler: 178 (davon 78 im Großfeld- und 100 im Kleinfeldbereich). Anzahl Trainer und Betreuer: 33. Stammvereine: SV 08 Auerbach (federführend), ASV Michelfeld.


Solidarität und Geduld in gesamter Fußball-Branche gefragt

Profi- und Amateurkicker sowie Gesellschaft müssen umdenken - Ex-Pegnitzgrund-Lehrwart und vielfältig aktiver Sohne-Mann im Doppel-Interview

Michelfeld (obl)
Sport ist in Deutschland ein wichtiger Eckpfeiler im Leben. Im Auerbacher Stadtteil Michelfeld in der Oberpfalz leben in der aktuellen Corona-Zeit zwei Personen unterschiedlichen Alters unter einem Dach und unterstützen sich gegenseitig, zumal sie die gleiche „Leidenschaft“ – den Fußball in all seinen Facetten – haben.

Kurt Linhardt ist inzwischen 75 Jahre jung. Von 1998 bis 2013 fungierte er als Lehrwart der Fußball-Schiedsrichter-Gruppe Pegnitzgrund, wurde danach zum Ehren-Lehrwart ernannt und arbeitete bis 2018 noch im Lehrteam mit. Als fleißiger Schiedsrichter (höchste Liga im Herrenbereich: Kreisliga) pfiff er regelmäßig über 100 Spiele in einem Jahr, ehe er seine aktive Karriere ebenfalls vor rund zwei Jahren beendete. Für seinen Heimatverein ASV Michelfeld absolvierte Linhardt in seinem Leben 693 Spiele im Herrenbereich.

Sein leiblicher Sohn Robin Popp gehört zur Gruppe der Kreisliga-Referees im Pegnitzgrund. Der 20-Jährige ist zudem noch als Spieler beim ASV Michelfeld aktiv – mit zwei Punktspiel-Einsätzen in der „Ersten“ (Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund) und neun in der Zweiten Fußball-Herrenmannschaft (A-Klasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund) in dieser Saison 2019/2020. Ferner ist er Mitglied im Kreisjugendausschuss des Spielkreises Amberg/Weiden.

Sportreporter Ralph Strobl hat am Mittwoch Kurt Linhardt und Robin Popp befragt. Vier Fragen (zwei an beide, eine jeweils persönlich) – sechs Antworten:

Seit über sechs Wochen (der Fußball-Shut-Down war am Freitag, 13. März) „leiden“ die Anhänger des Runden Leders an der Einstellung des Spielbetriebes wegen der Corona-Pandemie. Waren oder sind Sie von der Krankheit unmittelbar betroffen – sei es durch Infektion, Quarantäne oder der Nutzung des angebotenen „Einkaufsservice“ in Michelfeld und Umgebung?
Robin Popp: Nein, wir und der Rest unserer Familie sind zum Glück nicht direkt betroffen. Wir sind zwar wie alle anderen Menschen im alltäglichen Leben eingeschränkt, aber an ansonsten geht es uns gut.
Kurt Linhardt: Dinge wie den Einkaufsservice brauche ich nicht, die meisten Erledigungen macht zur Zeit der Robin, aber wenn ich mal ein paar Kleinigkeiten benötige mache ich mich noch selber auf den Weg. Ich bin auch „froh", dass ich bisher solche Angebote wie den Einkaufsservice nicht annehmen muss. Trotzdem weiß ich es zu schätzen, dass unsere Jungen uns sowas anbieten und finde das auch eine tolle Sache.

Herr Linhardt, Sie gehören altersmäßig zur sogenannten „Risikogruppe“ im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Wie gehen Sie aktuell selbst als Sportler mit diesem Thema um und wie schätzen Sie die allgemeine Lage für die Zukunft ein?
Kurt Linhardt: Durch die derzeitige Lage bin ich leider momentan sehr viel daheim. Ich verlasse zwar ab und an mal das Haus,  aber dann auch nur wenn es sein muss. Ich mache zur Zeit dann die Dinge im Haus die sich jetzt etwas angesammelt haben, denn dadurch muss ich nicht nur den ganzen Tag rumsitzen, sondern kann dennoch etwas tun. Sportlich gesehen hat das Ganze nicht so viele Auswirkungen auf mich, da ich mich ja etwa vor eineinhalb Jahren aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen habe. Ich finde es aber dennoch schade, dass  ich aufgrund der Beschränkungen keine SR-Sitzungen besuchen kann. Denn dort hab ich doch wenigstens einmal im Monat meine Freunde und Kollegen sehen können und mich mit ihnen unterhalten können. Wir sind zwar zur Zeit auch schon dabei das digital zu machen, aber das ist nicht das Gleiche für mich. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass das in Zukunft wieder alles beim Alten sein wird. Es braucht einfach noch ein wenig Zeit bis mehr Normalität in den Alltag zurückgekehrt, aber die Zeit bis dahin werden wir auch noch überstehen.


Kurt Linhardt.
Foto: Ralph Strobl.

Herr Popp, wie konkret mussten Sie in den vergangenen Woche ihr Leben (Beruf, Privat, Sport) „umstellen“ und wie sehr ist bei Ihnen der in der Corona-Zeit vielzitierte Begriff „Solidarität“ (zwischen Alt und Jung) ausgeprägt?
Robin Popp: Meiner Meinung nach ist die größte Umstellung für mich, dass ich einfach keinen persönlichen Kontakt zu meinen Freunden und Mannschaftskameraden haben darf. Seit der Lockerungen, dass man mit einer anderen Person Sport machen darf, habe ich mich zwar schon ein paar Mal mit meinem besten Freund zum Joggen und für ein paar Workouts getroffen, das ist aber irgendwie trotzdem nicht das Gleiche. Ich versuche wie mich so gut es geht fit zu halten sei es mit den Workouts vom Coach, ein paar Läufen oder das ich einfach mal die 15 Kilometer  zu meiner Freundin mit den Rad fahre. Mir fehlt es dennoch einfach mal wieder mit den anderen auf dem Platz zu stehen und einfach ein wenig zu kicken. Beruflich gesehen hat die Pandemie nur etwa in den ersten zwei Wochen der Ausgangsbeschränkung für mich einen Unterschied gemacht. In dieser Zeit war ich ein paar Mal allein mit dem Chef, manchmal vielleicht noch mit einem anderen Kollegen in der Arbeit und die Anderen waren in Kurzarbeit. Aber seit etwa gut einem Monat ist bei uns wieder Hochbetrieb angesagt, denn wir sind ja mitten in der Saison zum Reifenwechseln und da bin ich dann doch voll eingespannt und gehe oft mal auch erst nach 17 Uhr aus der Werkstatt raus. Wir versuchen aber trotz des an manchen Tagen großen Andrangs auf die Hygienevorschriften zu achten, was auch gut funktioniert.
Zum Thema Solidarität zwischen Alt und Jung, kann ich mich und meinen Papa ganz gut als Beispiel nehmen. Vor der Krise hat er sich meistens um die Einkäufe und andere Besorgungen gekümmert, das versuche ich jetzt so gut es geht zu übernehmen – dass er nicht so viel unter die Menschen muss und sich möglicherweise infiziert.


Robin Popp.
Foto: Ralph Strobl.

In der Bundesliga soll wieder ab Mai (noch ohne fixen Starttermin) ohne Zuschauer gespielt werden, im Amateurbereich mit Zuschauer frühestens ab dem 1. September. Wie ist Ihre Meinung als Schiedsrichter und Spieler dazu?
Kurt Linhardt: Was das Thema Bundesliga angeht haben wir eigentlich beide die gleiche Meinung. Wir finden es gut, dass es wieder startet auch wenn zu Beginn ohne Zuschauer, unserer Meinung nach ist das ein Schritt der uns Sportlern auch wieder ein bisschen mehr Normalität zurückgibt. Denn die letzten Wochenenden ohne Bundesliga waren für uns doch eher langweilig.
Robin Popp: Ich bin auch froh, wenn es dann hoffentlich ab September auch für mich wieder auf den Platz geht. Sei es als Spieler oder als Schiedsrichter, mir fehlen die Einsätze schon ziemlich und deswegen hoffe ich, dass wir die Saison auch wirklich zu Ende bringen können. Ich habe vor der Unterbrechung auch noch das ein oder andere schöne Spiel als Schiedsrichter gehabt, was leider nicht stattfinden konnte und fände es sehr schade wenn ich sie nicht doch noch leiten könnte.
 
Vielen Dank für das Interview.



Eine ASV-Abteilung noch mal ausgezeichnet

Michelfeld (obl)
Am Montag, wie schon  in vergangenen Woche, erhielt der ASV Michelfeld (Stadtgebiet Auerbach i.d.Opf.) eine positive E-Mail aus München. Das Pluspunktbüro des Bayerischen Turnverbandes sendete ein Zertifikat und eine Urkunde für ein weiteres sportliches Angebot des Vereins in der Abteilung Fitness.

Damit ist der Kurs „Ganzkörperkräftigung und Beweglichkeit - sanft und effektiv“ von der langjährigen Übungsleiterin Ingrid Leisner gemeint, der nun von April 2020 bis 22. April 2023 offiziell qualifiziert durchgeführt werden kann.


Ingrid Leisner.
Foto: Ralph Strobl.

In der vergangenen Woche wurde der Kurs „Bewegen statt schonen – ein Ganzkörperkräftigungsprogramm“ gewürdigt (wir berichteten).

„Herzlichen Glückwunsch zum Erhalt des Prädikates "Pluspunkt Gesundheit.DTB"
bzw. "Sport Pro Gesundheit".  Ihr Angebot wurde gleichzeitig mit dem Siegel "Deutscher Standard Prävention" der Zentralen Prüfstelle Prävention  ausgezeichnet“, schreibt Ildiko Berekmery aus der Bayerischen Landeshauptstadt vom zuständigen Verband.

Ergänzend informiert die Turn-Organisation wie folgt: „Ihre ausgezeichneten Angebote werden unter www.pluspunkt-gesundheit.de und unter www.sportprogesundheit.de veröffentlicht. Darüber hinaus bieten die meisten Krankenkassen Präventions-Angebotssuchen für ihre Versicherten an, bei denen auch Ihre Pluspunkt-Angebote enthalten sind“.
Zertifikat.



Urkunde.


 

 

 

Sich kreativ fit halten

Fitness-Studio HUMAN hofft auf baldige Wiedereröffnung – sportliches Angebot individuell und online – Geschäftsführer und zugleich „Chef-Trainer“ im Interview

Auerbach/Michelfeld (obl)
Derzeit erleben alle Sportler keine einfache Zeit – sowohl die Profis, als auch die ambitionierten Amateure oder einfach nur diejenigen, die sich in der Freizeit sinnvoll körperlich betätigen. Ein moderner Auerbacher Fitness-Tempel geht seit fünf Wochen ideenreich und zuversichtlich mit der aktuellen Lage in der „Corona-Krise“ um.

Der Michelfelder Florian Denk ist seit rund drei Jahren Geschäftsführer von HUMAN, das in Auerbach Personal-Group-Training mitausgebildeten Übungsleitern anbietet. Anfang 2017 wurden die Räumlichkeiten mit der Adresse Grünhof 35c  gemietet und umgebaut, so dass 110 Quadratmeter Trainingsfläche und 20 für Umkleiden und sanitäre Anlagen entstanden. Im September 2017 fand die Eröffnung statt. Seitdem ist das Studio vor allem für kleinere Gruppen und auch Mannschaften, die im Wettkampf-Spielbetrieb organisiert sind (zum Beispiel Fußball- und Handballteams in der Region) in der Sommer- und/oder Winterpause sehr beliebt.  Die Anzahl der Mitglieder beziehungsweise Kunden ist nicht unerheblich.

Der 31-Jährige Denk spielte bis vor etwa sechseinhalb Jahren noch Fußball beim ASV Michelfeld II (damals in der B-Klasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund), als er seinen zweiten Kreuzbandriss erlitt und folglich diese Karriere beendete. Diese schwere Knieverletzung passierte am 29. September 2013 im Heimspiel gegen die SpVgg Obertrubach (3:3) in der 44. Minute. Denk (Vize-Kapitän, Spielführer Nummer eins Stefan Linhardt war seit einigen Wochen verletzt) fungierte in seinem letzten Spiel als „Captain“ und war als offensiver Außenbahnspieler aufgestellt, zumal er eine Saison vorher (2012/2013) auch als Stürmer in 21 Spielen sechs Tore erzielte.


Florian Denk.
Foto: Privat.

Sportreporter Ralph Strobl hat in dieser Woche Florian Denk befragt. Vier Fragen – vier Antworten:

Kundentreue und positive Grundeinstellung

Guten Tag Herr Denk. Seit wann hat das Auerbacher Fitness-Studio HUMAN wegen der Corona-Pandemie geschlossen und werden seitdem Kurse oder Workout-Tipps online angeboten?
Florian Denk: Wir haben seit 17. März offiziell wegen der Auflagen zur Beschränkung der Ausbreitung des Corona-Virus geschlossen. Am letzten Tag vor der Schließung haben wir einen kostenlosen Verleih unserer Sportgeräte an unsere Humans organisiert. Sie haben nun zum Beispiel Springseile, Gummibänder, Faszienrollen et cetera  zu Hause und können diese in der freien Zeit sinnvoll zum Üben nutzen. Zusätzlich stellen wir jeden Tag neue Trainingseinheiten inklusive Warm-up, Rumpfkräftigung, Herz-Kreislaufanregung und Cool-down in unsere WhatsApp-Gruppe. Bei Fragen oder dem Wunsch um Hilfestellung steht ein ausgebildeter Trainer per Video-Chat zur Seite und hilft immer gerne weiter. Und als schöner Nebeneffekt werden die Übungen innerhalb der Gruppe in verschiedenen Ausführungen diskutiert und mit neuen Ideen kombiniert.  Ebenfalls aus dieser Situation geboren ist ein Wettbewerb mit spannenden Geschicklichkeits- sowie Koordinationsübungen im Stil von „Schlag den Raab“. Der Spaß steht eindeutig im Vordergrund und der soziale Kontakt bleibt immerhin auf digitaler Ebene erhalten.

In Deutschland trainieren rund elf Millionen Menschen in Fitness-Studios. Wieviele „Kunden“ sind bei Ihnen  betroffen und wie gehen Sie als Betreiber von HUMAN mit laufenden Nutzungsverträgen und eventuell möglichen Kündigungen (von Mannschaften, Gruppen und Einzelpersonen) um?
Florian Denk: Unser Sportbetrieb ist vollständig eingestellt und dementsprechend betrifft es alle, die bei uns aktiv waren.  Glücklicherweise pflegen wir innerhalb unserer Gruppe ein freundschaftliches und verständnisvolles Verhältnis, also ein humanes Miteinander. Wir stellen seit dem ersten Tag der Schließung Gutscheine aus, die nach der Wiedereröffnung eingelöst werden können. Die angesammelten Gutscheine können eingetauscht werden, wenn man wieder mehr Zeit für Sport hat, wie z. B. in den Wintermonaten. Dank dieser Methode entsteht für beide Seiten eine Win-win-Situation und wir sind unseren Humans sehr dankbar für ihre Unterstützung und Treue.

Falls die staatlich und weltweit aus gesundheitlichen Gründen nachvollziehbar angeordnete Schließung für ihre Branche noch länger dauert: Wie lange kann ihr Fitness-Studio ohne Nutzung „überleben“ oder ist es in einigen Monaten von der Komplett-Schließung beziehungsweise Insolvenz bedroht?
Florian Denk: Wir kleben, wie viele andere bestimmt auch, bei jeder Pressekonferenz zu diesem Thema an den Lippen der Redner und erhoffen uns positive Nachrichten für die Wiedereröffnung unserer Sportstätte, auch  wenn dies sinnvoller Weise nur mit Sicherheitsauflagen einhergehen kann. Wir denken aktuell von Woche zu Woche und sehen hoffnungsvoll in die Zukunft.

Abschließend bitte noch ein positiver Ausblick: Welchen Ratschlag geben Sie den Aktiven derzeit und wann können Sie sich vorstellen, HUMAN unter gewissen Voraussetzungen und Regeln wieder zu öffnen?
Florian Denk: Gerne! Gewiss hat diese gesamte Situation auch seine guten Seiten und viele Menschen wurden wieder zurückerinnert an wirklich wichtige Werte wie Dankbarkeit, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, aber auch Gesundheit. Allen Aktiven würde ich in der aktuellen Situation zur Ergänzung zum Ausdauertraining (beispielsweise Joggen oder Radfahren) ein Kraft-Ausdauer-Training mit Fokus auf Körperspannung und Koordination mit niedriger Belastung empfehlen, z.B. Plank halten, mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen oder Seilspringen. Geringe Belastung deswegen, weil das Immunsystem nach einer (hoch-)intensiven Belastung erst einmal runterfährt und es Viren innerhalb dieses Zeitfensters besonders einfach haben („open window“). Außerdem: Warum diese besondere Zeit nicht mal für ein besonderes Training nutzen? Wir haben in unserer Gruppe zum Beispiel gerade einen Jonglierkurs per Video-Anleitung laufen. Das reaktiviert Fähig- und Fertigkeiten, von denen man vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt und noch weniger, dass man sie gezielt trainieren kann, wie beispielsweise Kopplungs-, Umstellungs- oder Rhythmisierungsfähigkeit. Wir können uns gut vorstellen, Human unter gewissen Voraussetzungen und Regeln wiederzueröffnen. Bei uns sind gut umsetzbare Möglichkeiten: Zum Beispiel unsere bereits jetzt kleinen Gruppen weiter zu verkleinern, kurze Aufenthaltsdauer (Umziehen und Duschen Zuhause), erweiterter Sicherheitsabstand oder gar Workouts im Freien. Ein weiterer Pluspunkt unseres Trainings ist, dass wir auf die Verwendung von Geräten komplett verzichten können und stattdessen reine Körpergewichtsübungen absolvieren. Somit entfällt das Risiko einer Übertragung der Viren mittels Oberflächenkontakt. Langfristig gesehen ist der beste Schutz ein gesundes Immunsystem herzustellen und eine gewisse Portion Standardhygiene an den Tag zu legen. Zur Verbesserung der Immunabwehr leisten auch wir unseren Beitrag und starten mit neuen Einsteigerkursen in die Zeit „danach“. Weitere Infos unter www.human-auerbach.de

Wir wünschen allen Lesern und allen Humans (und die, die es noch werden wollen) eine gute, erholsame und dennoch wertvolle Zeit. Bleibt gesund und wir freuen uns schon sehr auf das nächste gemeinsame Training.

Vielen Dank für das Interview.

ASV mit Breitensport ausgezeichnet

Michelfeld (obl)
Am Montag in dieser Woche erhielt der ASV Michelfeld (Stadtgebiet Auerbach i.d.Opf.) erfreulicherweise eine E-Mail aus München. Das Pluspunktbüro des Bayerischen Turnverbandes sendete ein Zertifikat und eine Urkunde für ein sportliches Angebot des Vereins in der Abteilung Fitness.

Damit ist der Kurs „Bewegen statt schonen – ein Ganzkörperkräftigungsprogramm“ von Übungsleiterin Ingrid Leisner gemeint, der nun von März 2020 bis 2. April 2023 offiziell qualifiziert durchgeführt werden kann.

„Herzlichen Glückwunsch zum Erhalt des Prädikates "Pluspunkt Gesundheit.DTB" bzw. "Sport Pro Gesundheit". Ihr Angebot wurde gleichzeitig mit dem Siegel "Deutscher Standard Prävention" der Zentralen Prüfstelle Prävention  ausgezeichnet“, schreibt Ildiko Berekmery aus der Bayerischen Landeshauptstadt vom zuständigen Verband.

Ergänzend informiert die Turn-Organisation wie folgt: „Ihre ausgezeichneten Angebote werden unter www.pluspunkt-gesundheit.de und unter www.sportprogesundheit.de veröffentlicht. Darüber hinaus bieten die meisten Krankenkassen Präventions-Angebotssuchen für ihre Versicherten an, bei denen auch Ihre Pluspunkt-Angebote enthalten sind“.


Zertifikat.


Urkunde.

 

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