Abteilung Fußball, A- bis G-Junioren:
SG Auerbach (SV 08 Auerbach + ASV Michelfeld).
Siehe Facebook-Seite im Internet.
Spielpläne A-, B1-, B2-, D1-, D2-, E-, F- und G-Junioren in der Herbstrunde 2020: Siehe bfv.de. [G-Junioren: Nur Turniere].

Erläuterung zur Beitragsanpassung ab dem Kalenderjahr 2020:
Die neue Staffelung der Vereins-Mitgliedsbeiträge und eine entsprechende Begründung hierfür steht als pdf-Dokument zum Herunterladen und Ausdrucken unter Downloads/Verein zur Verfügung [Stand: Montag, 15. Juli 2019, 22.45 Uhr]. Zudem ist der komplette Text in der Rubrik "Aktuelles" (auf der Startseite) mit der Überschrift "Vereins-Beitragsanpassung ab Kalenderjahr 2020" seit Dienstag, 16. Juli nachzulesen.

Der Mitgliedsbeitrag wird zu gleichen Teilbeträgen zwei Mal im Jahr (im Februar und im August) als "Halbjahres-Mitgliedsbeitrag" per Lastschrift abgebucht.
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Seit Mittwoch, 8. Juli:
Gemäß Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vom Dienstag, 7. Juli (Kabinetts-Sitzung mit anschließender Pressekonferenz) gilt folgendes: Fußball-Training (mit Körperkontakt) in Bayern ist zugelassen, sofern in festen Trainingsgruppen trainiert wird - siehe Update BFV-Leitfaden.

Seit Mittwoch, 29 .Juli (bis einschließlich Freitag, 18. September):
Fußball-Freundschaftsspiele ("Trainingsspiele ohne Zuschauer") im Bundesland Bayern sind zugelassen. Dabei sind der BFV-Leitfaden und ein Hygienekonzept zu beachten.

Seit Samstag, 19,. September:

Fußball-Wettkampfspiele(Punkt und Pokalspiele mit 200 Stehplatz- bzw. 400 Sitzplatz-Zuschauer) im Bundesland Bayern sind zugelassen. Dabei sind der BFV-Leitfaden und ein Hygienekonzept zu beachten.


 

 


 


 

 

 

Die Katze vom Haus am See

Michelfelder Fußballer mit außergewöhnlicher Bilanz „im Kasten“ – „Geburtstags-Interview“ mit ASV-Torhüter

Michelfeld/Auerbach (obl)
Beim Handball und Eishockey hat die Leistung des Torwarts einen relativ hohen prozentualen Anteil am Mannschaftserfolg.  Beim Fußball können Keeper mit besonderen Eigenschaften die Wahrscheinlichkeit eines Sieges des  eigenen Teams erhöhen. Auf die Nummer eins des ASV Michelfeld (Stadt Auerbach in der Oberpfalz, Fußball-Bezirk Mittelfranken), Tabellenzweiter der  Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund der Herren,  ist Verlass – auch in Corona-Zeiten.

Der super-sprungstarke Schlussmann Stefan Sattler hinterlässt mit körperlicher Normalgröße und eher schlanker Statur kein klassisch-klischeemäßges  Türsteher- oder Security-Escheinungsbild, bewacht aber „sein“ Tor auch äußerst gewissenhaft.  Er gehört in die Kategorie „mitspielender Torhüter“ im modernen Fußball der heutigen Zeit, der als technisch guter Kicker brenzliche Situationen mit einem überlegten Pass lösen und den Spielaufbau aus der eigenen Hälfte mit einem klugen flachen Zuspiel  zu einem Mitspieler einleiten kann. Auf der Linie überzeugt er durch seine Reaktionsfähigkeit. Vor ihm agiert meistens eine „sattelfeste“ Defensive, was vor allem die niedrige Anzahl der Gegentore des ASV Michelfeld  in der Kreisklasse seit 2016/17 beweist (32, 24 und aktuell zehn in 13 Spielen). Zwischenzeitlich 2018/19 in der Kreisliga hagelte es 79 Einschüsse.

Im Juniorenbereich spielte der junge Sattler (sein Vater ist Betreuer der 1. Mannschaft), der in Auerbach in der Nähe eines Gewässers wohnt (deswegen die Überschrift des Artikels),  in der JFG Auerbacher Land in diversen Altersstufen in der Kreisliga. Er spielt nun schon in der sechsten Saison im Herrenbereich des ASV Michelfeld – vier Jahre Kreisklasse, eine Spielzeit Kreisliga (2018/19) und nun wieder Kreisklasse. Bemerkenswert sind dabei zwei Dinge: In den letzten vier Saisons verpasste Stefan Sattler nur ein Punktspiel wegen Urlaub und bei  37 von 102 Einsätzen blieb er ohne Gegentor (in den letzten sechs Jahren im Herrenbereich in Punktspielen insgesamt 44 Mal) – dabei 17 Mal in der Aufstiegssaison 2017/18 und in sieben von 13 bisher ausgetragenen Spielen in der aktuellen Runde.

Sportreporter Ralph Strobl, der alle Spiele von Stefan Sattler in den letzten sechs Jahren live vor Ort am Platz sah, hat ihn rechtzeitig in dieser Woche befragt.

Hallo Herr Sattler junior. Zunächst Glückwunsch zum 24. Geburtstag am heutigen Samstag (Tag der Veröffentlichung des Interviews).  Am 13. März war der Fußball-Shutdown und Sie haben als Torhüter seitdem folglich kein Gegentor kassiert – sind quasi seit über drei Monaten im „Zu-Null-Staus“ (nach ihren zahlreichen Spielen ohne Gegentreffer in den letzten Jahren) und der ASV Michelfeld seit März unbesiegt. Wie sehr schmunzeln Sie über diese „Extra-Statistik“?
Stefan Sattler: Erst einmal Danke für die Glückwünsche zum Geburtstag. Im ersten Moment hört sich die Statistik natürlich perfekt an, da wir am liebsten gewinnen und das im besten Fall auch zu Null.(lacht) In der aktuellen Situation ist sie aber nicht besonders viel Wert.

Welche kreativen Trainingsübungen haben Sie, speziell als Torhüter, in der schlimmsten Phase der corona-bedingten Fußball-Pause (März/April) durchgeführt – ohne dabei zuviele „Geheimnisse“ zu verraten? Zum Beispiel Ball-Fangtechnik-Elemente in der eigenen Wohnung oder im Garten …
Stefan Sattler: Als das strikte Kontaktverbot galt, haben wir recht früh damit begonnen über Videoanrufe in kleinen Gruppen zu Hause Workouts zu machen. Meistens waren das Fitnessübungen, manchmal auch Übungen mit dem Ball und einmal hat der Coach auch ein Workout erstellt, bei dem alle ein klassisches Towarttraining machen konnten. Ansonsten habe ich versucht meine Reaktionszeit über die PlayStation aufrecht zu halten (lacht).


Stefan Sattler.
Foto: Ralph Strobl.

Ab 11. Mai war Kleingruppen-Training freigegeben. Seit dem 8. Juni darf Gruppentraining mit maximal 20 Personen stattfinden. Bei den Herrenfußballern des ASV Michelfeld wurde beziehungsweise wird diese Form praktiziert. Werden Sie seitdem mit intensivem Torschuss-Training (das neben Passübungen erlaubt ist) „bombadiert“ oder halten Sie sich beiderseits noch zurück, zumal Mannschaftstraining (mit Zweikämpfen) wohl erst Mitte/Ende Juli von der Bayerischen Staatsregierung gestattet ist?
Stefan Sattler: Bei den Trainingseinheiten in Kleingruppen am Platz gibt es freilich auch immer Torschuss. Meistens legen die Jungs am 16er auf und versuchen mir die Bälle um die Ohren zu jagen. Da gibt es schon oft lustige und hitzige Duelle auch ohne Körperkontakt - der Verlierer muss ja immer „pumpen“. Trotzdem freu ich mich darauf, wenn wir wieder komplett normal trainieren können.

Ab 1. September soll die unterbrochene Saison 2019/20 fortgesetzt werden. Der ASV Michelfeld hat – bei 20 möglichen Terminen – noch 17 Spiele bis allerspätestens 16. Mai 2021 und eventuell danach noch Entscheidungs- und Relegationsspiele zu absolvieren. Wie schätzen Sie die allgemeine Lage ein und ist ein Wiederaufstieg der ASV-Kicker in die Kreisliga realisierbar?
Stefan Sattler: Ob die Saison dieses Jahr noch fortgeführt wird, kann ich ehrlich gesagt nur schwer einschätzen. Sollte sie aber tatsächlich fortgesetzt werden, wollen wir wie bereits in der Hinrunde nach dem Abstieg so lange wie möglich oben mitspielen. Was am Ende dann dabei rumkommt, werden wir sehen. Die Mannschaft hat auf jeden Fall das Potenzial zum Aufstieg, es hat sich ja seit dem Aufstieg vor zwei Jahren am Kader nicht so viel verändert und der Coach leistet zudem auch gute Arbeit.  Zum Schluss möchte ich gerne die Plattform nutzen, um allen zu danken, die während der Coronazeit „den Laden“ am Laufen halten.

Vielen Dank für das Interview.

Die Fußball-Jungs bei Laune halten

SG Auerbach mit Akzeptanz, Geduld und Plan – Nachwuchs-Sport-Chef im Interview

Michelfeld/Auerbach (obl)
Großveranstaltungen in Deutschland sind gemäß Regierungsbeschluss noch bis 31. August verboten. Der Amateurfußball-Spielbetrieb in Bayern soll – mit Zuschauer – ab 1. September für die Herren wieder starten. Die Junioren müssen sich voraussichtlich noch einige Tage länger gedulden. Die jungen Kicker aus Auerbach, Michelfeld und Umgebung haben – nach rund drei Monaten Pause – jetzt auf jeden Fall eine sportliche Perspektive.

Am vergangenen Montag (8. Juni)  um 10.49 Uhr hat der Bayerische Fußball-Verband auf seiner Website ausführlich bekanntgegeben, dass die laufende beziehungsweise aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bei den Junioren (männlich) abgebrochen wird. Die aufstiegsberechtigten Ligen werden mit der Quotientenregelung (Punkteschnitt) gewertet – der Erste und womögliche  Relegationsplatzteilnehmer steigen auf, nur Tabellenletzte mit null Punkten steigen ab.

Die vier Großfeld-Teams der SG Auerbach belegten zum Jahresende (Abschluss der Herbstrunde 2019) bemerkenswert gute Tabellenplätze: Zweiter (U19-Kreisliga), Sechster (U17-Kreisliga), Achter (U15-Kreisklasse) und Vierter (U13-Kreisklasse).

Ab September 2020 werden die Spielklassen auf Kreisebene maximal zehn  Mannschaften umfassen. Die Einteilung wird spätestens am 29./30. Juni bekanntgegeben. Bei rechtzeitigen Start der Saison 2020/21 wird diese in zwei Spielzeiten (Herbst 2020 und Frühjahr 2021). Es erfolgt jeweils ein Auf- und Abstieg. Muss die Spielzeit „Herbst“ unterbrochen werden (zum Beispiel durch coronabedingte Quarantäne-Maßnahmen) und es besteht keine ausreichende Zeit für eine Spielzeit „Frühjahr“, entfällt diese.  Kann die Spielzeit „Herbst“ nicht im Herbst beginnen (auch nicht ab Oktober), entfällt diese und es wird nur die Spielzeit „Frühjahr“ gespielt. Die Gruppeneinteilung aus dem „Herbst“ bleibt in diesem Fall unverändert und wird übernommen.

Für E- und F-Junioren werden, wie gewohnt, Kreisgruppen gebildet. Mit der Durchführung von sogenannten „Minifußball-Festivals“ für E-, F- und G-Junioren soll die Spielzeit jedes einzelnen Kindes deutlich erhöht, die Spielfreude wieder hergestellt und dadurch die Bindung zum Fußball deutlich nachhaltiger gestaltet werden.

Kathrin Gsell.
Foto: Ralph Strobl.

Sportreporter Ralph Strobl hat am Freitag Bernhard Schubert (Sportlicher Leiter der SG Auerbach) unter anderem hierzu befragt. Kathrin Gsell (Jugendleiterin des ASV Michelfeld und der SG Auerbach sowie Juniorenspielgruppenleiterin im  Kreis Amberg/Weiden)  war für das geplante Doppel-Interview entschuldigt, da sie sich in dieser Woche im Urlaub befand.

Hallo Herr Schubert. Kann die SG Auerbach mit seinen neun Mannschaften (A- bis G-Junioren) und rund 175 aktive Spieler mit dem Saisonabbruch 2019/20 leben, zumal die Frühjahrsrunde 2020 am 13. März (zum Zeitpunkt des corona-bedingten Fußball-Shutdowns) eh noch nicht losging?
Bernhard Schubert: Zuerst muss ich sagen,  dass ich die Entscheidung mit Saisonabbruch befürworte! Wir können damit leben. Unsere Mannschaften waren in der Winterpause auf guten Tabellenplätzen. Es wurde in der Vorrunde von den Spielern und Trainern sehr gut gearbeitet und alle Saisonziele erreicht. Klar hätten die Teams die Saison gerne zu Ende gespielt um vielleicht noch bessere Plätze zu erzielen. Gerade für die A-Jugend wäre noch Platz eins drin gewesen.

In diesem Jahr fanden noch keine Punktspiele statt. Befürchten Sie, dass aufgrund der monatelangen Pause einige Spieler, Trainer oder Betreuer bei der SG Auerbach aufhören und/oder hoffen sich auf Solidarität und Zusammenhalt in der unverschuldeten Corona-Krise – gemäß dem SG-Motto „Gemeinsam sind wir stark“?
Bernhard Schubert: Dass die Saison im Jugendbereich abgebrochen wurde, ist in der Planungssicherheit sehr von Vorteil. Es kommt somit zu keinen Überschneidungen beziehungsweise unklaren Trainer- und Betreuersituationen. Die Saison endet ab sofort, die neue soll am 12.09. starten, das heißt: Wir befinden uns dann wieder im normalen Rhythmus. Die Trainer und Betreuer für die Spielzeit 2020/21 stehen!


Bernhard Schubert (rechts).
Foto: Ralph Strobl.

Zum Trainingsbetrieb: Am 11. Mai wurde in Bayern Kleingruppen-Training erlaubt. Seit (heute) Montag, 8. Juni darf nun Outdoor-Gruppen-Training mit maximal 20 Personen stattfinden – ein „richtiges“ Mannschaftstraining (mit Zweikämpfen) ist noch verboten und wird hoffentlich voraussichtlich Ende Juli (gemäß Stufenplan des Bayerischen Innenministeriums) freigegeben. Wie halten sich die Jungs an den jeweiligen SG-Standorten derzeit fit?
Bernhard Schubert: Die Jungs halten sich aktuell mit individuellen Training fit, das jeder einzelne durchführen sollte. Dass es kein Mannschaftstraining oder strukturiertes Vereinstraining ersetzen kann, ist aber klar. Unser Ziel ist es, sobald es geht wieder auf den Trainingsplatz zurückzukehren. Rein theoretisch wäre das schon möglich gewesen – wir haben uns aber trotzdem vorerst dagegen entschieden.  Erstens weil wir nicht wussten,  ob der Spielbetrieb überhaupt weitergeht. Zweitens weil wir von der BFV-Entscheidung doch etwas überrascht wurden. Drittens wir die Entwicklung im Sport abwarten wollten.  Gesundheit ging hier klar vor Ehrgeiz! Ich denke, die Entscheidung war vernünftig. Die beiden Stammvereine haben uns in der Entscheidungsfindung vorbildlich unterstützt.

Ab Samstag, 12. September soll – sofern es die staatlichen Vorgaben erlauben – die neue Saison 2020/21 starten. Der ältere A-Junioren-Jahrgang 2001 der Saison 2019/20 rückt in den Herrenbereich hoch, die neue U19 besteht aus den Jahrgängen 2002 und 2003. Wieviele und welche Teams im einzelnen wird die SG Auerbach voraussichtlich für den neuen Spielbetrieb melden können?
Bernhard Schubert: Hierzu kann ich noch keine genaue Aussage treffen. Geplant ist im Großfeld-Bereich: A-Jugend, B-Jugend, B2-Jugend oder C-Jugend und zwei D-Jugend-Mannschaften.

Vielen Dank für das Interview.

Info-Box:
SG Auerbach (Fußball, Junioren, männlich)
Sportlicher Leiter: Bernhard Schubert. Jugendleiterin Großfeld: Kathrin Gsell. Jugendleiterin Kleinfeld: Janina Hudert und Christina Simon. Anzahl Mannschaften: Neun (von A- bis G-Junioren), von Kreisliga bis Kreisgruppe im Spielkreis Amberg/Weiden. Anzahl Spieler: 178 (davon 78 im Großfeld- und 100 im Kleinfeldbereich). Anzahl Trainer und Betreuer: 33. Stammvereine: SV 08 Auerbach (federführend), ASV Michelfeld.

obl.

Ein Ballermann mit Produktionspause

Fußball-Standort Michelfeld lebt weiter – ASV-Top-Scorer im Interview

Michelfeld/Auerbach (obl)
Ein Mal Fußball, immer Fußball. Wie gesellschaftsrelevant der Sport mit dem „Runden Leder“ ist, wird gerade jetzt – nach rund drei Monaten Abstinenz – deutlich, zumal die Zwangspause wohl noch mal drei Monate dauern wird. Der torgefährliche Außenbahnspieler Paul Gropp vom ASV Michelfeld, Tabellenzweiter der Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund, durchsteht die Übergangsphase vielfältig.

Die Michelfelder, die zum Stadtgebiet von Auerbach in der Oberpfalz gehören, aber im Herrenbereich schon immer im Fußball-Bezirk Mittelfranken kicken, haben in dieser Saison 2019/2020 erst 13 von 30 Spiele ausgetragen. Mit 30:10 Toren und 30 Punkten liegen sie aussichtsreich im Rennen um den Wiederaufstieg in die Kreisliga. Der Erste SV Moggast (15 Spiele, 35 Zähler) ist in Schlagdistanz. Paul Gropp ist zusammen mit Thomas Kohl und Christian Ringler (jeweils sechs Treffer) der beste ASV-Torschütze in der gerade unterbrochenen Spielzeit. Der junge Mann mit der Rückennummer elf beim ASV Michelfeld hat nicht nur ein halbes Dutzend Einschüsse selbst „produziert“, sondern auch die gleiche Anzahl für seine Mitspieler vorbereitet. Demzufolge stehen für ihn aktuell zwölf Scorerpunkte aus 13 Spielen zu Buche.

Der 23-Jährige spielt seit der Saison 2015/2016 beim ASV Michelfeld im Herrenbereich. Seine „Werte“ (Tore) aus den letzten fünf Spielzeiten können sich sehen lassen: Zehn, 27, 26 (jeweils Kreisklasse), sechs (Kreisliga) und sechs (in der noch laufenden Runde in der Kreisklasse). Aufgrund der Kameradschaft und der sportlichen Perspektive bei den Gelb-Blauen kam für Gropp in den letzten Jahren ein Vereinswechsel (trotz der ein oder anderen Anfrage) nie ernsthaft in Frage.

Der Auerbacher, der an der OTH Amberg-Weiden studiert und derzeit ein Praxissemester bei einem großen bayerischen Automobilhersteller absolviert, beantwortete in dieser Woche dem Reporter Ralph Strobl einige Fragen auf eine interessante Art und Weise:

Hallo Herr Gropp. Am Freitag, 13. März war der Fußball-Shutdown. Inzwischen befinden wir uns schon Anfang Juni, immerhin spielen die „Profis“ schon seit 16. Mai und die „Amateure“ in Bayern voraussichtlich ab 1. September. Wie lautet in der „Corona-Krise“ deine persönliche „Erfolgsformel“ für das neuartige (Alltags-) Leben?
Paul Gropp: Servus. Für mich hat sich in der Zeit vor allem herausgestellt, wie sehr mir der Fußball und das ganze Drumherum fehlt. Deswegen war das schon eine starke Veränderung, aber ist mittlerweile ja leider schon zur Normalität geworden. Als Ersatz zum Fußball gab es ja einige Workouts vom Coach. Auch die ein oder andere Laufeinheit und Fahrradtour habe ich dann gemacht, aber das ist halt einfach nicht das Gleiche wie unsere Einheiten am Platz. Eine Erfolgsformel in diesem Sinne habe ich aber noch nicht gefunden - da ist der Fußball einfach nicht zu ersetzen.

Wie hast Du die fußballfreien Sonntage in den letzten drei Monaten verbracht und eventuell jemanden mit deiner Anwesenheit „genervt“?
Paul Gropp: Also an den Sonntagen hat sich besonders meine Freundin über die fußballfreie Zeit gefreut. Da ich seit Anfang März unter der Woche ein Praktikum in Dingolfing absolviere, ist das Wochenende die einzige Möglichkeit etwas zu unternehmen. So kann ich dem Ganzen auch was Positives abgewinnen. Allerdings vermisse ich natürlich die Zeit am Sportplatz sehr. Vor allem weil ich denke, dass alle sehr fit und heiß auf die Rückrunde waren. Aber dann greifen wir eben nach der langen Pause wieder voll an.


Paul Gropp.
Foto: Ralph Strobl.

Der ASV Michelfeld praktiziert seit rund drei Wochen gemäß BFV-Leitfaden ein erlaubtes Kleingruppen-Training. Wie oft warst Du schon dabei aktiv und wie hat es sich angefühlt?
Paul Gropp: Ehrlich gesagt konnte ich noch keine der Trainingseinheiten absolvieren, da ich ja unter der Woche nicht da bin. Aber aus Gesprächen mit Freunden aus der Mannschaft habe ich herausgehört, dass die Stimmung gut ist und wir das Kicken noch nicht komplett verlernt haben. Ich selbst habe seit der Pause nur ein Mal im Privaten Fußball gespielt. Da hat man die Pause doch recht deutlich gemerkt ;)

Im ersten Spiel nach der Corona-Pause werde ich …
Paul Gropp: … absolut heiß sein, endlich wieder mit der Mannschaft zu kicken. Gleiches gilt auch für die ersten offiziellen Trainingseinheiten.

Vielen Dank für das Interview.


ASV Michelfeld trauert um Urgestein Xaver Gradl

Im Alter von 86 Jahren verstarb am vergangenen Freitag der langjährige Vorsitzende des ASV Michelfeld, Xaver Gradl. Er war 1949 dem Verein beigetreten und absolvierte über 400 Spiele für den ASV Michelfeld.

Trotz einer Behinderung – Gradl hatte als junger Man einen Arm verloren – war er ein sehr guter und begeisterter Fußballer. Er engagierte sich auch als Funktionär und war Ballwart, Spielleiter der ersten Mannschaft, Leiter der Sparte Fußball und Schriftführer. Von 1959 bis 1970 war er zweiter Vorsitzender. Über zwei Jahrzehnte lang, vom 15. August 1970 bis 17. Mai 1991, lag die Leitung des Vereins in seinen Händen.

Gradl arbeitete in dieser Funktion gerne im Team und mit seinen Stellvertretern Hans Hofmann und Alois Weiss in der langen Zeit zielstrebig daran, den ASV Michelfeld weiterzuentwickeln. In Gradls Zeit als Vorsitzender entstand das Sportgelände an der Langgräfe.

Im Jahr 1983 wurde das Sportheim geplant und anschließend gebaut. Als sich Gradl 1991 aus der Spitze des ASV Michelfeld zurückzog, konnte er seinem Nachfolger einen gut geführten Sportverein übergeben. Für sein Engagement wurde er noch 1991 zum bislang einzigen Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. In den über 70 Jahren seiner Mitgliedschaft wurden ihm viele Ehrennadeln und Verdiensturkunden verliehen.

Viele Jahrzehnte war der Verstorbene auch Mitglied beim VdK Michelfeld und im Schützenverein d´Speckbachpelzer Michelfeld. Um Xaver Gradl trauern seine Gattin Gusti, die beiden Söhne Peter und Werner sowie vier Enkelkinder. Die Beerdigung findet im Familienkreis mit wenigen geladenen Gästen statt.

Quelle: www.nn-peg.de
Von: Brigitte Grüner
Datum: Dienstag, 2. Juni 2020, 17.30 Uhr.

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Am 18. Oktober 2013 feierte Xaver Gradl (links im Bild) bei bester Gesundheit seinen 80. Geburtstag. Der amtierende ASV-Vorstand Verwaltung Dieter Hofmann (rechts) und Ehren-Vorstand Karl Merkl (Mitte, von 1993 bis 2003 Erster Vorsitzender) übereichten ihm vor über sechs Jaheren eine Bildcollage.Foto: Archiv ASV Michelfeld.

 

 

 

 

 

 

Auf und neben dem Platz ein Vorbild

Jubilar mit interessanten Rückblick, Status Quo und Ausblick– ehemaliger Zweiter Vorstand und Torschützenkönig des ASV im Interview

Einhausen/Michelfeld (obl)
Sportliche Verbindungen kann niemand trennen. Siegfried Raß ist zwar nun schon seit einigen Jahren in rund 300 Kilometer Entfernung von seiner Heimat Michelfeld „dahoam“, hält aber noch immer regelmäßigen Kontakt zu seinen Wurzeln in der Oberpfalz. Am heutigen  25. Mai darf er sich – in der  Corona-Zeit – auf seinen 60. Geburtstag freuen. Viele Weggefährte haben ihn nicht vergessen.

„Siggi“ Raß absolvierte 625 Fußball-Spiele im Herrenbereich des ASV Michelfeld – davon 442 in der Ersten Mannschaft.  Als er mit 18 Jahren, 1978, aus der Jugend in den Erwachsenbereich rückte, war der legendäre Jakob Kirzdörfer sein Trainer. In seiner ersten Herren-Saison 1978/79 wurde Raß mit dem ASV Dritter in der A-Klasse Pegnitzgrund. Mit Kirzdörfer (er kam Anfang der 70er Jahre vom ASV Auerbach und blieb bis 1979 in Michelfeld) stieg der ASV zwei Mal in Folge auf – 1975/76 von der C-Klasse in die B-Klasse und 1976/77 von der B-Klasse in die A-Klasse (damals hießen die Ligen auf Kreisebene A-, B- und C-Klasse;  die A-Klasse ist mit der heutigen Kreisliga vergleichbar). Die weiteren Trainer von Siegfried Raß beim ASV Michelfeld in der A-Klasse Pegnitzgrund waren Manfred Geismann,  Adolf Schertl, Günther Geismann, Manfred Kretschmer, Manfred Geismann und Wolfgang Schadly. Seine treffsicherste Saison erlebte der Linksaußen, der in seinem Leben immer für die Gelb-Blauen kickte,  1984/85 mit 30 Toren. 1992 (mit 32 Jahren) beendete er seine Karriere in der „Ersten“ aus familiären und beruflichen Gründen.

Von 1987 bis 2015 war Siegfried Raß Mitglied in der Verwaltung des ASV Michelfeld und fungierte von 1991 bis zu seinem Ausscheiden 2015 als Zweiter Vorsitzender. In seiner Ära übernahm er jahrelang die Aufgabe, die alljährliche ASV-Sportplatzkirwa zu organisieren.

Reporter Ralph Strobl (46, der seit 1984 fast alle Spiele der Ersten Mannschaft des ASV Michelfeld live gesehen hat) hat den „Ur-Michelfelder“ pünktlich vor seinem „Runden Geburtstag“  am heutigen Montag befragt, der nun in Hessen zu Hause ist. Vier Fragen – vier Antworten:

Hallo Herr Raß. Zunächst herzlichen Glückwunsch zum heutigen 60. Geburtstag. Wir hoffen, es geht Ihnen in der Corona-Zeit gut. Sie haben vor fünf Jahren aus privaten und beruflichen Gründen ihren Heimatort und Herzensverein ASV Michelfeld in Richtung Bergisch Gladbach verlassen und sich an der ASV-Mitgliederversammlung am 27. März 2015 mit einer flammenden Rede verabschiedet. Wo wohnen Sie derzeit und was machen Sie beruflich, privat und sportlich (womöglich in einem Verein im Bereich Fußball und/oder Tennis als Aktiver und/oder Funktionär engagiert)?
Siegfried Raß: Ich lebe jetzt seit Januar mit meiner neuen Partnerin in Einhausen. Das ist zwischen Darmstadt und Mannheim.  Durch meine Vorerkrankungen bin ich bereits in Rente und bin viel auf Reisen. Ich erkunde unser schönes Land entweder durch Radtouren, Wanderungen, Städtereisen und natürlich  Bergtouren in Bayern. Ich habe mich nach langer Zeit mal wieder einem Tennisverein angeschlossen um dieses Hobby mehr zu betreiben.


Siegfried Raß bei seiner "Abschiedsrede" an der Mitgliederhauptversammlung des ASV Michelfeld am 27. März 2015 im Saal des Vereinslokals Schenk.
Foto: Ralph Strobl.

Wo, mit wem und wie wird heute „gefeiert“ und wann besuchen Sie Michelfeld in der Oberpfalz mal wieder (möglicherweise länger)?
Siegfried Raß: Ich bin seit Donnerstag an der Mosel und mache da mit meiner Partnerin eine Radtour, wo wir in einem schönen Lokal meinen Geburtstag feiern werden. Die geplante Geburtstagsfeier am Wochenende findet wegen der Corona-Auflagen nicht statt, weil es so auch keinen Spaß macht. Ich habe geplant Anfang Juni meine Familie und meine Freunde zu besuchen worauf ich mich auch schon wieder sehr freue. Ansonsten komme ich schon regelmäßig nach Michelfeld.

Sie verfolgen den ASV unter anderem via ASV-Website und sind auch noch mit einigen Michelfeldern (darunter ASV-Vorstand Verwaltung Dieter Hofmann) in Kontakt. Wie schätzen Sie aus der Ferne (einige 100 Kilometer) die Entwicklung ihres Heimatvereins ein, seitdem Sie quasi „weg“ sind?
Siegfried Raß: Ich bin natürlich auf dem aktuellen Stand, was in Michelfeld passiert - sei es durch regelmäßige Telefonate mit Dieter Hofmann, den Zeitungen und der ASV Homepage. Ich muss sagen,  dass sich unser ASV prächtig entwickelt, Die drei Vorstände mit der Verwaltung und allen Helfern die dazu beitragen machen einen richtig tollen Job. Sie verstehen es, alte Zöpfe abzuschneiden und haben den Weitblick, was für einen Verein wichtig ist. Und sie setzen richtige Prioritäten.  Ich sehe, dass die Anlage zuschauerfreundlich ausgebaut und erweitert wurde. Der Kiosk ist super integriert worden und die Plätze selber sind immer in einem hervorragenden Zustand.

Erfreulich ist natürlich auch die Entwicklung unserer Fußballer. Die Verantwortlichen haben es wieder geschafft, einen bodenständigen  und kompetenten Trainer zu finden der voll in unser Konzept passt. Genauso verfolge ich natürlich auch die Faschingsgesellschaft und die Aerobic/Bodystyling -Abteilung und kann da auch nur sagen: Weiter so!

Siegfried Raß (stehend, 4.v.r.) gehörte zur Mannschaft des ASV Michelfeld, die im Jahre 1980 die Auerbacher Fußball-Stadtmeisterschaft der Herren (damals mit vier Vereine) gewann – erstmals in der Vereinsgeschichte. Es gratulierte der damalige Auerbacher Bürgermeister „Hanni“ Haberberger (links). Dieser Erfolg wiederholte sich in der ASV-Historie nur noch ein Mal – 1998.
Foto: Archiv ASV Michelfeld/obl.

Abschließend noch eine Frage zum Fußball: Wie stark vermissen Sie den Amateurfußball in Bayern? Gemäß BFV soll im Freistaat ab 1. September der Spielbetrieb mit dem derzeitigen Stand fortgesetzt werden – mit Zuschauer, keine „Geisterspiele“. Das seit 11. Mai erlaubte Kleingruppen-Training wird beim ASV im Herrenbereich seit zwei Wochen wohlüberlegt durchgeführt …
Siegfried Raß: Ich vermisse den Fußball total, es ist traurig wenn man unterwegs ist und die Sportplätze ohne Leben sieht. Alles, was sich jetzt wieder ganz Intelligente und Kompetente einfallen lassen, kann wieder nur Stückwerk sein und Probleme werden nur verschoben. Wenn am 1.September die aktuelle Runde zu Ende gespielt werden soll und die Saison 2020/2021 ausfällt, liegt auch wieder eine lange Pause dazwischen, die irgendwie genutzt werden muss.

Jetzt wäre für mich die historische Gelegenheit, die Saison in einem Jahr abzuspielen, damit die Plätze in den schönsten Jahreszeiten auch mit Fußball gefüllt sind und nicht hauptsächlich im Herbst und Frühling bei schlechtem Wetter - wobei die Plätze durch Training und Spiele kaputt gemacht werden.

Für mich ist da viel nicht nachvollziehbar, aber da muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Die Virologen sind nicht nur das Maß aller Dinge. Ich muss nur den Richtigen fragen, um zu hören was ich hören will.

Vielen Dank für das Interview.


Zusätzliche Informationen