Abteilung Fußball, A- bis G-Junioren:
SG Auerbach (SV 08 Auerbach + ASV Michelfeld).
Siehe Facebook-Seite im Internet.
Spielpläne A-, B-, C-, D-, E- und F-Junioren in der Herbstrunde 2019: Siehe bfv.de.

Erläuterung zur Beitragsanpassung ab dem Kalenderjahr 2020:
Die neue Staffelung der Vereins-Mitgliedsbeiträge und eine entsprechende Begründung hierfür steht als pdf-Dokument zum Herunterladen und Ausdrucken unter Downloads/Verein zur Verfügung [Stand: Montag, 15. Juli 2019, 22.45 Uhr]. Zudem ist der komplette Text in der Rubrik "Aktuelles" (auf der Startseite) mit der Überschrift "Vereins-Beitragsanpassung ab Kalenderjahr 2020" seit Dienstag, 16. Juli nachzulesen.

Seit Freiag, 13. März (in der Corona-Zeit, bis zum 1. Punktspiel der 1. Fußball-Herrenmannschaft des ASV Michelfeld nach der "Pause"):
"Interview der Woche", siehe Artikel unter "Aktuelles".

Seit Freitag, 20. März 2020:
"Einkaufsservice" (in der Corona-Zeit) für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen . Siehe Informationen im Online-Artikel, Link ->http://www.asv-michelfeld.de/index.php/aktuelles/1252-aktiv-gelebte-solidaritaet

Seit Montag, 11. Mai 2020:
Fußball-Training der Herren-Kicker des ASV Michelfeld in Kleingruppen (gemäß BFV-Leitfaden und Hygiene-Vorschriften).

 

 

 

 

Mehr als „nur Fußball“

ASV-Winter-Neuzugang Scheidler im Interview  - Punktspiel-Einstand wegen Corona-Pandemie derzeit nicht möglich

Michelfeld/Königstein (obl)
Als leidenschaftlicher Amateurfußballer, der diese Volkssportart „liebt“, leidet derzeit jeder – denn wegen Corona pausiert verständlicherweise und mindestens noch einige Wochen  in den unteren Ligen in Bayern die „schönste Nebensache der Welt“ . Besonders bitter ist es für Spieler, die erst in der Winterpause den Verein gewechselt haben und auf ihren ersten Einsatz im neuen Trikot brennen – so zum Beispiel der „Neu-Michelfelder“ Thomas Scheidler.

Der großgewachsene Offensivspieler, der in Sulzbach-Rosenberg arbeitet, spielte in der Vorrunde bis zum 12. Oktober (4:1 gegen den TuS Rosenberg)  unter dem neuen Trainer Roland Winkler noch für den TSV Königstein und erzielte in dieser Phase fünf Tore in zwölf Spielen. Am 20. Dezember wurde dann der Wechsel zum ASV Michelfeld, aktuell Zweiter in der Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund, offiziell und der Transfer wurde am ASV-Neujahrsempfang am 4. Januar im Sportheim den Mitgliedern verkündet. Scheidler spielte jahreslang mit und unter Christian Ringler in Königstein, der seit Sommer 2019 Spielertrainer beim ASV Michelfeld im Stadtgebiet von Auerbach ist.

Torjäger und Vorlagengeber

Bei seinen bisherigen Vereinen war er regelmäßig an Toren beteiligt – sei es als Schütze oder als Assist. In seiner ersten Saison für den TSV Königstein (Aufstiegs-Saison von der Kreisklasse Süd in die Kreisliga Süd Amberg/Weiden 2014/2015) erzielte er in 26 Spielen 32 Treffer. Beim ASV Michelfeld kam er in der Wintervorbereitung im Februar 2020 zu vier Einsätzen – drei in der „Ersten“ (null Tore und null Vorlagen) und einen in der zweiten Mannschaft (null Tore und eine Vorlage). Die Aktionen und das Zusammenspiel mit seinen neuen Mannschaftskameraden wurden von Mal zu Mal besser.


Thomas Scheidler.
Foto: Ralph Strobl.

Reporter Ralph Strobl hat den vielseitigen Vollblut-Kicker, der Ende März (mitten in der Corona-Zeit)dreißig wurde, am zweiten Mittwoch im April interviewt. Vier Fragen – vier Antworten:

Hallo Herr Scheidler. Nach deinem Wechsel im Dezember vom Kreisligisten TSV Königstein zum Kreisklassisten ASV Michelfeld wäre für dich das erste Punktspiel im neuen Trikot am 15. März gegen den SV Kirchenbirkig/Regenthal gewesen. Aber seit dem 13. März ruht der Spielbetrieb wegen Corona bis auf Weiteres. Hattest Du seitdem mit dem Spielgerät Fußball Kontakt (zum Beispiel in der Wohnung oder im Garten) und/oder trainierst Du (mit dem wöchentlichen Trainingsplan des ASV-Coaches) derzeit im Rahmen deiner beruflichen Schichtarbeit?
Thomas Scheidler: Mir geht es zum Glück gut bis auf die Langeweile und die Sehnsucht nach Fußball. Ich hatte leider keinen Ball mehr am Fuß. Ich halte mich mit dem Trainingsplan vom Coach in der Wohnung fit. Nur Spaß macht es mir nicht so wirklich.

Du stammst aus Nordrhein-Westfalen (ein Bundesland, das ähnlich wie Bayern mit hohen Pandemie-Infektionszahlen betroffen ist) und hast beim SV Schlebusch (bei Leverkusen) in der Landesliga und Bezirksliga gespielt. Wie geht es deiner Familie und Bekannten dort derzeit?
Thomas Scheidler: Meiner Familie und meinen Freunden geht es gut. Ich kenne auch zum Glück keinen, den es mit dem Virus erwischt hat. Ich hoffe, es bleibt auch dabei.

Wie gefällt es Dir – nach nun über zwei Monaten (Trainingsauftakt war am 31. Januar) – beim ASV Michelfeld? Ein Rheinländer in der schönen Oberpfalz …
Thomas Scheidler: Ich bin ja jetzt schon seit sechs Jahren in der Oberpfalz und mir gefällt es hier wirklich gut. Beim ASV bin ich vom ersten Training und Kennenlernen an super aufgenommen worden. Der Coach hat mir vorher ja schon so einiges über die Jungs erzählt und es hat sich bestätigt. Die Trainingsbeteiligung und der Zusammenhalt auch außerhalb vom Sportplatz ist super.

Abschließend noch eine Kommunikations-Frage: Deine neuen Mitspieler in Michelfeld haben Dich nach wenigen Tagen auf den Namen „Siggi“ getauft. Wie entstand dieser, ist dies okay oder willst Du lieber mit deinem Rufnamen „Tommy“ beim Fußball angesprochen werden?
Thomas Scheidler: "Tommy" ist schon immer mein Spitz- und Rufname gewesen. Ich finde das mit "Siggi" schon lustig und habe auch nichts dagegen wenn die Jungs mich so nennen. Ich glaube das kommt von den "Franken Animals" und da gibt es einen "Seidlaas Siggi". Näher gehe ich besser nicht darauf ein;-).

Vielen Dank für das Interview.

Info-Box:
Thomas Scheidler (30 Jahre). Wohnort: Königstein. Spielposition: Offensives Mittelfeld und Angriff. Bisherige Vereine: SV Schlebusch (Bezirksliga und Landesliga, bis 2013/2014), TSV Königstein (Kreisklasse und Kreisliga, 2014/2015 bis 2015/2016), SV Sorghof (Landesliga, 2016/2017 bis Winterpause), TSV Königstein (Kreisliga, ab Dezember 2016 bis 12. Oktober 2019), ASV Michelfeld (Kreisklasse, seit Dezember 2019).

Vorstand und Trainer sind sich einig

Gut aufgestellter ASV geht sorgfältig inklusive positiver Grundstimmung mit der “Corona-Krise“ um – Thomas Gsell und Christian Ringler im Doppel-Interview

Michelfeld (obl)
Die „schönste Nebensache der Welt“ (Fußball) kann aus nachvollziehbaren Gründen seit über zwei Wochen und wohl leider noch länger nicht ausgeübt werden. Auf allen Ebenen in der Welt wird seit Monaten quasi fieberhaft an der Bekämpfung des allgemein bedrohlichen Szenarios mit dem Corona-Virus gearbeitet. Im Amateursport – in Franken und auch in der nördlichen Oberpfalz – machen sich Vereine über ihre Zukunft Gedanken.

Um seine Vereinsmitglieder, Spieler, Zuschauer und Fans sowie die Öffentlichkeit über den aktuellen Status Quo zu informieren, hat Berichterstatter Ralph Strobl 18 Tage nach dem Fußball-Shutdown (Freitag, 13. März) am Dienstag, 31. März den Vorstand Sport Thomas Gsell und den Spielertrainer der 1. Fußball-Herrenmannschaft des ASV Michelfeld (Zweiter in der Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund) Christian Ringler per E-Mail-Interview befragt.


Thomas Gsell.
Foot: Ralph Strobl.

Die Lage

Zunächst ein umfassender Situationsbericht:

In Bayern wurden am Montag die allgemeinen Ausgangbeschränkungen, die zunächst für zwei Wochen galten (21. März bis 3. April), bis einschließlich Ende der Osterferien (Sonntag, 19. April) verlängert.

Am Dienstag ab 10.30 Uhr fand online eine DFL-Mitgliederversammlung aller Vereine der 1. und 2. Fußball-Bundesliga statt. Der Spielbetrieb bleibt bis mindestens 30. April ausgesetzt. Ab dem ersten Mai-Wochenende soll in den beiden obersten Ligen in Deutschland ohne Zuschauer gespielt und die Saison möglichst bis 30. Juni beendet werden. Für Profis und das Personal sind vor einem Spiel Corona-Tests geplant. Bis einschließlich Sonntag, 5. April gilt die Regel, dass nur Individualtraining (kein Mannschaftstraining) durchzuführen ist. Die nächste DFL-Sitzung, auf der weitere Änderungen beschlossen werden können, ist für Freitag, 17. April angesetzt.

In der vergangenen Woche führte der Bayerische Fußball-Verband mit allen seiner acht Verbandsligen (Regionalliga, zwei Bayernligen und fünf Landesligen) sogenannte „Webinare“ (Online-Konferenzen) durch und erwähnte dabei auch vier mögliche Szenarien für den Spielbetrieb (der dort bis 24. Mai angesetzt war): Reguläres Ende der Saison (Fortsetzung ab Tag X bis zum letzten Spieltag, auch über den 30. Juni hinaus), Play-Off-Spiele (zur Ermittlung der Auf- und Absteiger), Abbruch der Saison 2019/2020 (keine Auf- und Absteiger, Neustart des Spielbetriebes im Juli oder August für 2020/2021) oder Einfrieren der bisherigen Resultate und Platzierungen, um eventuell im März 2021 mit diesem Status Quo weiterspielen zu können.

Im Spielkreis Amberg/Weiden mit 14er Ligen waren Spiele vom 29. März bis 24. Mai vorgesehen. Einzelne Nachholspiele sollten am 22. März stattfinden. An vergangenen Samstag (28. März) fanden um 10 und um 12 Uhr „Webinare“ des Bayerischen Fußballverbandes für die Region Amberg/Weiden (betreffend unter anderem den SV 08 Auerbach, TSV Königstein, SC Kirchenthumbach und SC Eschenbach) statt. In diesen „Kreis-Online-Treffs“ tauschen sich angemeldete Vereinsvertreter mit ihrem zuständigen Kreisspielleiter und einem BFV-Moderator  zur Corona-Krise aus. Es geht dabei um Fragen, Problemstellungen und Lösungsansätze.

Für Erlangen/Pegnitzgrund werden diese Webinare für Samstag, 4. April, 18 Uhr und Montag, 6. April, 18 Uhr online angeboten. Am Freitag (27. März) erhielten alle Vereine dieser Region via BFV-Postfach eine entsprechende Einladung per E-Mail, sich vorab anzumelden und daran teilzunehmen. Der erste Spieltag nach der Winterpause (14./15. März) wurde in Erlangen/Pegnitzgrund unmittelbar davor am Freitag,  13. März gecancelt. Die Saison auf Kreisebene ist gemäß Rahmenterminkalender mit 30 Spieltagen bis 14. Juni angesetzt. Einige wenige Vereine hätten sogar noch 17 Punktspiele – in acht Wochen (nach den Osterferien ab 20. April an gerechnet), inklusive des bisher noch spielfreien langen Pfingst-Wochenendes vom Samstag, 30. Mai bis Montag, 1. Juni.

Vier Fragen – acht Antworten:

Hallo Herr Gsell, Hallo Herr Ringler. Die wichtigste Frage zuerst: Wie geht´s? Und: Gab/Gibt es in der Abteilung Fußball des ASV Michelfeld Infizierte und/oder Personen in Quarantäne wegen dem Corona-Virus?
Christian Ringler: Aktuell ist alles andere als Gesundheit die Nebensache. Ich habe aktuell noch das Glück, das mir in Familie, Freunden, Fußball und Arbeit kein Fall bekannt ist. Ich hoffe das bleibt für die Zukunft auch so. Und wünsche allen beste Gesundheit!
Thomas Gsell: Ich kann mich da Christians Worten nur anschließen. Es ist wichtig, dass die gesamte Gesellschaft in diesen schweren Zeiten zusammenhält, und jeder seinen Beitrag leisten muss. Auch der ASV Michelfeld als Verein hält sich natürlich an die Vorgaben aus Verband und Regierung um die Pandemie entsprechend zu bekämpfen.  Auch im meinen persönlichen Umfeld, Familie und Arbeit ist bis jetzt glücklicherweise noch kein bestätigter Fall bekannt.

Christian Ringler.
Foto: Ralph Strobl.

Wie halten sich die Aktiven der „Ersten“ derzeit (in Bayern herrscht Trainings- und Spielverbot bis 19. April) kreativ körperlich fit und welche Maßnahmen (zum Beispiel Einkaufshilfe) werden aktuell im Vereinsumfeld durchgeführt?
Thomas Gsell: Die Aktion vom Kirwaleut-Verein (sind auch viele Fußballer und Gardemädels vom ASV dabei) finde überragend und zeigt, dass unsere Dorfgemeinschaft zusammen hält, wenn es darauf ankommt.
Christian Ringler: Ja, die Mannschaft und ich haben Ziele für die Saison, deshalb machen wir mindestens drei Mal pro Woche was. Ein Training ist individuell, wo die Jungs einen Lauf selbst für sich absolvieren sollen. Zwei weitere Trainingseinheiten pro Woche erarbeite und ich gebe diese den Jungs vor. Die Einheit werden in kleinen Vierergruppen via Videokonferenzen durchgeführt. Hier sind wir dann im Cardio- und Kraftbereich unterwegs. Diese Woche wird der Trainer sogar noch ein Trainingsvideo für die Jungs erstellen. Die Jungs beziehungsweise deren Mädels, ich glaube dies geht von den Kirwaleuten aus, haben einen Einkaufsservice für ältere Leute ins Leben gerufen. Tolle Sache muss ich sagen!

Die Gesundheit ist das Wichtigste und es ist (nach dem Fußball-Shut-Down am 13. März) noch nicht absehbar, wann wieder Fußball gespielt werden kann – bei den Profis und bei den Amateuren. Es werden derzeit intern (beim Verband) und in Umfragen (auf Online-Portalen) verschiedene Szenarios diskutiert, wann und wie es (auch in den unteren Ligen) weitergehen könnte. Welche Alternativen schätzen Sie als sinnvoll, umsetzbar und allgemein fair ein? Es drohen möglicherweise auch „Geisterspiele“ (ohne Zuschauer) im Amateurbereich …
Thomas Gsell: Grundsätzlich ist das eine sehr schwierige Frage, die man auch sehr Unterschiedlich betrachten muss. Im Profi-Bereich geht es um sehr viel Geld. Diese Vereine sind  Wirtschaftsunternehmen mit vielen Mitarbeitern. Hier geht es neben den gesundheitlichen Risiken auch um die Existenzen vieler Menschen. Deshalb kann ich auch die Diskussionen um Geisterspiele usw. verstehen, um zumindest Fernseheinnahmen zu generieren. In den unteren Amateurligen ist, aus meiner Sicht, die Situation eine andere. Hier kann nur das Gebot sein: Die Gesundheit aller Spieler, Schiedsrichter, Betreuer und Zuschauer bestmöglich zu Schützen! Der Spielbetrieb kann nur dann aufgenommen werden, wenn es vom Verband und Regierung „grünes Licht“ gibt, und die Spiele auf normalen Weg durchgeführt werden können. Geisterspiele in diesen Amateurbereichen/-ligen sind aus meiner Sicht keine Option, und auch gar nicht durchführbar. Ob die Saison abgebrochen oder in irgendeiner Form durchgeführt wird, hängt einzig und allein am Verlauf der Pandemie ab. Natürlich muss der Verein auch Kosten tragen und die Einnahmen aus dem laufenden Spielbetrieb fehlen jetzt natürlich.  Aber der ASV Michelfeld hat hier in Jahrzehnte langer Arbeit den Verein finanziell auf sehr gute Beine gestellt, sodass uns diese Krise nicht aus der Bahn werfen wird.
Christian Ringler: Ich hoffe, dass es irgendwie mit der Saison weiter geht, in welcher Form auch  immer. Wir sind für alles offen, solange die Sicherheit meiner Jungs nicht gefährdet ist. Für mich wäre wichtig, dass die erarbeiteten Resultate nicht einfach gestrichen werden. Wir alle (Fußballer, Betreuerteam, der gesamte Verein) haben hier hart dafür gearbeitet und da wo wir aktuell stehen, das kommt nicht von ungefähr.  Geisterspiele finde ich in den unter Ligen sehr schwierig, da jeder Verein auf Einnahmen am Spieltag angewiesen ist.

Jede Krise beinhaltet Risiken aber auch Chancen, gestärkt daraus hervorzugehen. Was wünschen Sie sich allgemein (für die Gesellschaft) und speziell (für den Fußball)?
Thomas Gsell: Ich wünsche mir, dass diese Solidarität und Hilfsbereitschaft, die in dieser Krise entstanden ist, auch weiterhin in der gesamten Gesellschaft bestehen bleibt.
Christian Ringler: Thomas hat mir bei der letzten Antwort aus dem Herzen gesprochen.

Ein Jahr Pause!?

Der renommierte Virologe Christian Drosten prophezeit angesichts der Coronakrise ein Schreckensszenario mit Geisterspielen im Fußball über viele Monate: „Ich glaube überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig. Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben“, sagte Drosten Mitte März dem „stern“. Das würde bedeuten, dass die Bundesliga erst im März 2021 wieder mit Zuschauer spielen kann.

Drosten erwartet in Sachen Freizeitaktivitäten wie dem Fußball auf absehbare Zeit keine Rückkehr zur Normalität in öffentlichen Einrichtungen. „Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten“, meinte der Leiter der Virologie der Charite in Berlin.

In diesem Zusammenhang erhält der Begriff „Sabbat-Jahr“ in der Sportwelt eine ganz neue Bedeutung.

obl.

Aktiv gelebte Solidarität

Auerbacher Umland hilft sich in der Corona-Krise – Kirwa-Vorstand im Interview

Michelfeld (obl)
Not macht erfinderisch. Ein hervorragendes Beispiel, wie verantwortungsbewusst die jüngere Generation mit älteren Mitbürgern in der derzeit weltweit ernsten Lage umgeht, ist der Einkaufsservice der Michelfelder Kirwaleit e.V. im Stadtgebiet von Auerbach. Am vergangenen Freitag wurde diese Initiative im Internet und in hiesigen Geschäften verbreitet.

Seit einigen Tagen läuft nun dieses Angebot für die gefährdete Zielgruppe in der gegenwärtigen Corona-Pandemie-Phase. Wer in Michelfeld, Nasnitz, Pferrach, Saaß und Weidlwang Hilfe bei täglichen Einkäufen benötigt, kann sich gerne von Montag bis Samstag von 10 bis 14 Uhr bei den angegebenen Ansprechpartnern melden und Bestellungen in Auftrag geben. Die freiwilligen Helfer der „Kirwaleit“ kaufen dann ein und liefern die Ware täglich ab 17 Uhr. Die Bezahlung erfolgt nach Lieferung.

Redaktionsmitarbeiter Ralph Strobl hat am Dienstagabend den Ersten Vorstand der Michelfelder Kirwaleit e.V. Julian Thumbeck (24) befragt, der im Sinne aller Helfer sehr schnell und bereitwillig Auskunft gab.

Juklian Thumbeck.
Foto: Ralph Strobl.

Seit fünf Tagen (Freitag, 20. März) bietet ihr als Kirwaleit Michelfeld in Zeiten der weltweiten Corona-Krise einen Einkaufservice für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen in der Michelfelder Umgebung an. Wie entstand die Idee und wieviele Helfer sind im Einsatz?
Thumbeck: Wir haben unsere Aktion am 23.03.2020 gestartet. Die verkündeten Ausgangsbeschränkungen waren für uns ausschlaggebend, dass wir unseren Mitmenschen in dieser schwierigen Zeit helfen wollen. Zudem bieten seit letzter Woche auch einige gemeinnützige Vereine in ihrer Umgebung Hilfe an und daraus entstand die Initiative von den Aktiven des Vereins „Michelfelder Kirwaleit e.V.“ auch in unserer Umgebung diesen Service anzubieten. Bei der Nachfrage innerhalb unserer Kirwajugend, wer bereit wäre diese Aktion zu unterstützen, haben wir erfreulicherweise sehr viel positive Resonanz bekommen und es entstand eine Gruppe aus fast 20 Leuten.

Wie viele Personen versorgt ihr derzeit, wie alt sind diese (Jüngste/Älteste) und aus welchen Ortteilen stammen diese?
Thumbeck: Eine pauschale Aussage zu der Anzahl und dem Alter gibt es nicht. Wir haben auf unserem Flyer geschrieben, dass wir den Service für alle Senioren und Menschen mit Vorerkrankung anbieten. Folglich kann bei uns jeder aus den beschriebenen Segmenten anrufen. Wir haben schon viele positive Rückmeldungen zu unserer Bereitschaft bekommen und würden uns sehr freuen, wenn wir möglichst vielen Mitmenschen helfen können. Bei den Ortsteilen haben wir uns auf Michelfeld inklusive Nasnitz, Pferrach, Saaß und Weidlwang begrenzt, da es beispielsweise für die Umgebungen Gunzendorf und Auerbach bereits eigene Koordinatoren gibt. Dazu muss man jedoch sagen, dass wir seit heute Abend (Dienstag, Anm. d. Red.) mit der Organisation "Auerbach - jetz helf i" zusammen arbeiten.

Funktioniert derzeit der „Service“ oder braucht ihr personell beziehungsweise organisatorisch noch Unterstützung?
Thumbeck: Aus der Gruppe der Michelfelder Kirwaleit sind dankenswerterweise sehr viele freiwillige Helfer bei der Organisation und Umsetzung des Einkaufsservice zusammengekommen. Daher sind wir gut aufgestellt.

Wie geht ihr allgemein mit der Situation um und was wünscht ihr euch für die Zukunft?
Thumbeck: Als Gruppe von Jugendlichen, die die Tradition auf dem Dorf aufrechterhalten will, ist es uns vor allem wichtig, dass Jung und Alt zusammenhalten. Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen ist die Gemeinschaft auf dem Dorf und die Unterstützung von Risikogruppen von großer Bedeutung. Im Gegenzug können wir uns auch jederzeit auf die Hilfe der umliegenden Generationen stützen und sind somit froh, wenn wir ihnen mit dieser Aktion in gewissen Rahmen etwas zurückgeben können.



Kirwajugend Michelfeld.
Foto: Privat.

Info-Box:
Einkaufsservice der Michelfelder Kirwaleit e.V.. Bestellmöglichkeit per Telefon oder Nachricht (WhatsApp/E-Mail): Kontaktpersonen sind Nadine Metschl (0151/23364196) und Miriam Lindner (0151/50769429). E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

obl.

Auf die Plätze, fertig, los

Zweiter ASV gegen Dritter SVK – 17 Punktspiele in 14 Wochen bis 14. Juni

Michelfeld (obl)
Nach 138 Tagen Punktspielpause (der letzte Einsatz war am 27. Oktober gegen den Tabellenführer SV Moggast mit 1:0 vor 150 Zuschauern) will die „Erste“ des ASV Michelfeld wieder ran – bei voraussichtlich ordentlichen Platz- und Witterungsbedingungen mit sonnigen 10 Grad sowie ohne große Angst vor dem  Coronavirus. Die ASV-Reserve (Vorletzter in der A-Klasse 4) erwartet im Vorspiel um 13 Uhr den Neunten SG SV Plech/SV Neuhaus-Rothenbruck II – ebenfalls ein Spiel mit Derbycharakter.

Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund
17. Spieltag
Sonntag, 15. März, 15 Uhr:
ASV Michelfeld - SV Kirchenbirkig/Regenthal
Die Oberpfälzer (fünf Punkte hinter dem Ersten Moggast, der zwei Spiele mehr ausgetragen hat) trugen im Februar vier Vorbereitungspartien aus, doch im März fielen ein Test- und ein Nachholspiel aus, so dass das Christian-Ringler-Team seit drei Wochen ohne Spielpraxis ist. Bei den Gastgebern stehen wohl alle Stammkräfte (darunter Winter-Neuzugang Thomas Scheidler vom Kreisligisten TSV Königstein) zur Verfügung und drei ASV-Plätze bieten sich als mögliche Spielstätte an.

Die Gäste (ein Zähler hinter dem ASV und zwei Spiele mehr) gewannen am vergangenen Samstag auf ihrem B-Platz „in der Senke“ mit Spielertrainer Stefan Niebler (39) gegen den Vorletzten ASV Herpersdorf 1:0, wobei Liga-Top-Torjäger Felix Grembler (16 Einschüsse, erzielte bisher 69,5 Prozent aller SVK-Saisontore) nicht traf. Kirchenbirkig/Regenthal ist als kompakte und kampfstarke Einheit bekannt, die erst mal bespielt und geknackt werden muss – drei von vier Saisonniederlagen fielen knapp aus (jeweils 0:1) und eine (0:2) kam nur unwesentlich höher zustande.

SR-Einteilung: Gerd Rösel (SV Alfeld, Gruppe Pegnitzgrund). Kreisklassen-Schiedsrichter, Ex-Kreisliga-Referee.

Voraussichtliches Mannschaftsaufgebot ASV Michelfeld: Die Daten waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt, da am Mittwoch und am Freitag das Mannschaftstraining stattfindet.

Letzte Spiele gegeneinander:
# KK 3 Erl./Peg.: SV Kirchenbirkig/Regenthal - ASV Michelfeld 0:1 (Sonntag, 18. August 2019). Zuschauer: 175. ASV-Tor: Christian Ringler(80., wuchtiger und abgefälschter 22-Meter-Freistoß in halblinker Position ins rechte obere Eck).
# KK 3 Erl./Peg.: SV Kirchenbirkig/Regenthal - ASV Michelfeld 2:5 (Dienstag, 1. Mai 2018). Zuschauer: 150. ASV-Tore: Daniel Meier (drei), Manuel Lehner, Florian Beyer.
# KK 3 Erl./Peg.: ASV Michelfeld – SV Kirchenbirkig/Regenthal 1:0 (Sonntag, 20. August 2017).
# KK 3 Erl./Peg.: SV Kirchenbirkig/Regenthal - ASV Michelfeld 3:4 (Sonntag, 23. April 2017).
# (…)
# Relegationsspiel um den Aufstieg von der A-Klasse in die Kreisklasse: SV Kirchenbirkig/Regenthal – ASV Michelfeld 1:2 n.V. (Dienstag, 17. Juni 2014, 18.30 Uhr, beim FC Pegnitz). Zuschauer: 650. ASV-Tore: Jürgen Born, Patrick Siegler.
# (…)

Seit 2012/2013 (aus der Sicht des ASV Michelfeld): 10 Spiele, 8 Siege, 0 Unentschieden, 2 Niederlagen, 21:9 Tore.
___________________________________________________________________

A-Klasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund
17. Spieltag
Sonntag, 15. März, 13 Uhr:
ASV Michelfeld II – SG SV Plech/SV Neuhaus-Rothenbruck II
Die Jürgen Born-Truppe hat im Februar zwei Testspiele absolviert, doch die geplanten „Generalproben“ gegen den TSV Gräfenberg (Sonntag, 1. März, 12.30 Uhr) und beim TSV Königstein II (Mittwoch, 11. März, 18.30 Uhr) fielen aufgrund der Platzverhältnisse leider aus. Da aus dem großen Gesamtkader für beide Herrenteams (rund 40 Spieler) derzeit fast alle Spieler einsatzbereit sind, ist mit einem leistungsstarken Mannschaftsaufgebot der ASV-Reserve für diesen Sonntag zu rechnen.

Die neue Spielgemeinschaft aus Plech und der „Zweiten“ aus Neuhaus, die von Ronny Marx und Sebastian Brütting gecoacht werden, steht als Neunter nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz zwölf und hat nur vier Zähler Vorsprung auf den Vorletzten ASV Michelfeld II. Matthias Kasper (sechs Tore) und Philipp Krätschmer (vier) haben bisher am besten getroffen und die „Erste“ des SVN spielt am Sonntag um 15 Uhr in Velden im Derby bei der SG Oberes Pegnitztal.

SR-Einteilung: Walter Kaufmann (1. FC Schnaittach, Gruppe Pegnitzgrund). Ex-Kreisliga-Referee.

Voraussichtliches Mannschaftsaufgebot ASV Michelfeld II: Die Daten waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt, da am Mittwoch und am Freitag das Mannschaftstraining stattfindet.

Letztes Spiel gegeneinander:
# A-Klasse 4 Erl./Peg.: SG SV Plech/SV Neuhaus-Rothenbruck II – ASV Michelfeld II 3:2 (Donnerstag, 5. September 2019, 18.30 Uhr, in Neuhaus, B-Platz, Flutlicht). Zuschauer: 60. ASV-Tore: Nicolas Bauer, Thomas Kohl.

Start mit traditionellen Pegnitzgrund-Duell

Michelfeld (obl)
Der ASV Michelfeld erhält mit seinen beiden Fußball-Herrenmannschaften zum Punktspielauftakt 2020 Besuch von einem seit einigen Jahrzehnten bekannten Gegner aus der Marktgemeinde Eckental, wobei interessante Spiele zu gemeinsamen Bezirksliga- und Kreisligazeiten noch in Erinnerung sind. Im Vorspiel um 13 Uhr erwartet die ASV-Reserve (Vorletzter in der A-Klasse 4) den Fünften SC Eckenhaid II.

Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund
15. Spieltag (Nachholspiel vom Sonntag, 10. November)
Samstag, 7. März, 15 Uhr:
ASV Michelfeld – SC Eckenhaid
Die sehr heimstarken Gastgeber (sieben Siege in sieben Spielen) haben sich in den vergangenen sechs Wochen mit vier Testspielen fleißig auf die zweite Saisonhälfte mit 17 Einsätze bis zum 14. Juni vorbereitet. ASV-Spielertrainer Christian Ringler hat fast alle Mann an Bord und ist mit seiner Mannschaft personell (inklusive Winter-Neuzugang Thomas Scheidler vom Kreisligisten TSV Königstein) als auch taktisch (verschiedene Spielsysteme wurden geübt) sehr flexibel.

Der SCE (letzte Saison Dritter und zum Rundenstart als Aufstiegskandidat gehandelt) erlebt mit seinem neuen Spielertrainer Stefan Wiechers (32, vom Kreisklassisten SpVgg Hausen, früher beim FC Amberg/Bayernliga, SpVgg Weiden/Regionalliga und SpVgg Greuther Fürth II/Regionalliga aktiv) bisher eine eher durchwachsene Spielzeit mit fünf Partien ohne Sieg vor der Winterpause – bei insgesamt noch drei Nachholspielen aktuell „nur“ Rang elf, allerdings mit schon 13 Auswärtspunkten aus sieben Partien und einem beachtlichen 1:1 im Heimspiel am 12. Oktober gegen den derzeitigen Tabellenführer SV Moggast. Der landesligaerfahrene Co-Spielertrainer Rene Küffner (32 Tore in der vergangenen Spielzeit) hat erst drei Mal getroffen.

SR-Einteilung: André Hönig (SpVgg Weigendorf, Gruppe Pegnitzgrund), Kreisliga-Referee.

Mannschaftsaufgebot und Treffpunkt ASV Michelfeld: Die Daten waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt, da in dieser Woche am Dienstag und am Donnerstag die Mannschaftstrainings-Einheiten stattfinden.

Letzte Ergebnisse gegeneinander:
# Kreisklasse 3 Erl./Peg.: SC Eckenhaid – ASV Michelfeld 0:3 (Pfingst-Samstag, 19. Mai 2018).
# Kreisklasse 3 Erl./Peg.: ASV Michelfeld – SC Eckenhaid 3:3 (Sonntag, 15. Oktober 2017). Nach einer 3:0-Halbzeitführung und einem Gegentor in der 91. Minute. Zuschauer: 110.

Bilanz seit 2012/2013 (aus der Sicht des ASV Michelfeld): Fünf Spiele, zwei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen, 12:11 Tore, sieben Punkte.

Zusätzliche Informationen